FAQ zur Mitarbeiterinnen-Befragung 2027 für hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Lehrerinnen
Warum wird eine Mitarbeiter*innen-Befragung durchgeführt?
Die Zufriedenheit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Arbeitsplatz ist für die Caritas Steiermark ein wichtiges Anliegen. Ein interessantes Arbeitsumfeld, ein gutes Arbeitsklima, eine förderliche und wertschätzende Führungskultur, funktionierende Arbeitsplatzbedingungen sind entscheidende Faktoren, um gerne und erfolgreich arbeiten zu können. Durch die Integration der in Österreich gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitsplatz-Evaluierung psychischer Belastungen wollen wir Arbeitsplatzbelastungen erkennen, um gezielt Maßnahmen zur Verbesserung entwickeln zu können.
Wir verfolgen mit der MAB 2027 folgende Ziele:
- Messung der Zufriedenheit der Mitarbeiter*innen mit den Rahmenbedingungen ihrer Arbeit
- Vergleich mit den Ergebnissen der MAB 2023 als Wirksamkeitsmessung der Veränderungen und Qualitätsentwicklungsmaßnahmen (Strategie, Werteprozess, EFQM)
- Basis für Selbstreflexion von Mitarbeiterinnen, Lehrerinnen und Führungskräften bzw. der Organisation über das Stimmungsbild in der Caritas
- Aufbau einer fundierten Basis für Veränderungen & Optimierungen
- Flächendeckende Evaluierung der arbeitsplatzbedingten Belastungen (gesetzlich verpflichtend nach ASchG)
- Nach der Befragung gibt es einen Follow up-Prozess, in dem in Workshops zielgerichtete Maßnahmen entwickelt und entschieden werden.
Die regelmäßige Wiederholung derartiger Befragungen ermöglicht die Analyse, ob eingeleitete Maßnahmen auch gewirkt haben bzw. wo man noch nachschärfen muss.
Welche Themen werden abgefragt?
Thematisch geht es bei der Evaluierung um Fragen der Arbeitsbedingungen, Aufgaben & Tätigkeit, Abläufe und Organisationskultur. Im Weiteren auch noch um Information & Kommunikation, Zusammenarbeit, Führung, Digitalisierung etc.
Was ist die Arbeitsplatz-Evaluierung psychischer Belastungen?
Die Caritas Steiermark verbindet die Mitarbeiter*innen-Befragung mit der gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitsplatz-Evaluierung psychischer Belastungen.
Ziel ist es, Arbeitsbedingungen zu analysieren, mögliche Belastungen frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Verbesserung abzuleiten.
Wir setzen bei der Evaluierung den ÖNORM-gerechten und anerkannten Fragebogen PsyBePLUS® ein und erweitern so den MAB-Fragebogenteil mit einigen Fragenthemen.
Warum ist meine Teilnahme wichtig?
Jede einzelne Rückmeldung trägt dazu bei, ein möglichst aussagekräftiges Bild der aktuellen Arbeitssituation zu erhalten.
Je höher die Beteiligung ist, desto besser können Stärken, Herausforderungen und Verbesserungspotenziale erkannt und geeignete Maßnahmen entwickelt werden.
Wer wird befragt?
Befragt werden alle hauptamtlichen und freiwilligen Mitarbeiter*innen inkl. Lehrer*innen, die am 1.12.2026 bei der Caritas Steiermark aktiv beschäftigt sind, und aus Sicht dieses Stichtages bis zur Befragung angestellt bleiben. Dazu gehören auch Mitarbeiter*innen im Krankenstand. Nicht befragt werden in der MAB Voll-Karenzierte, Lehrlinge, Praktikant*innen, Zivildiener, Freie Dienstnehmer*innen, Fallweise Beschäftigte und Transitkräfte.
Ist die Teilnahme freiwillig?
Ja, die Teilnahme ist natürlich freiwillig. Die Caritas Steiermark ist aber an einer möglichst hohen Beteiligung interessiert. Nur wenn man etwas weiß, kann man auch etwas tun. Deshalb ist es uns wichtig, dass möglichst viele Mitarbeiter*innen sich an der Befragung beteiligen.
Für das Ausfüllen des Fragebogens stellt die Caritas deshalb 30 Minuten Arbeitszeit zur Verfügung. Wann und in welchem Rahmen du den Fragebogen ausfüllen kannst, bespricht deine Führungskraft in eurem Team.
Wann findet die Mitarbeiter*innen-Befragung statt?
Die Mitarbeiter*innen-Befragung findet im vorgesehenen Befragungszeitraum 18. Jänner bis 12. Februar 2027 statt.
Ist der Betriebsrat eingebunden?
Der Betriebsrat ist aktiv in das Projekt eingebunden und unterstützt die Befragung sowie die daraus entstehenden Maßnahmen. Bei Fragen steht der Betriebsrat auch gerne zur Verfügung.
Wie lange dauert das Ausfüllen des Fragebogens?
Die Bearbeitung des Fragebogens dauert in der Regel etwa 15 bis 20 Minuten.
Die tatsächliche Dauer kann je nach individuellem Antwortverhalten leicht variieren.
Wer führt die Befragung durch und wertet sie aus?
Die Befragung wird vom Befragungsinstitut pluswert Graz durchgeführt und ausgewertet. pluswert hat viel Erfahrung in der Durchführung von MABs und begleitet uns bereits viele Jahre. Durch die Wahl eines externen Partners wollen wir unter anderem Datenschutz, Anonymität und Professionalität der Durchführung sicherstellen.
Wie erfolgt die Befragung?
Die Befragung wird online durchgeführt.
Alle teilnahmeberechtigten Mitarbeiter*innen erhalten per E-Mail einen persönlichen Link zum Fragebogen. Dieser Link ermöglicht die einmalige Teilnahme an der Befragung. Die Übertragung aller Antworten erfolgt verschlüsselt mit SSL auf einen Webserver, der von pluswert betreut wird.
Wie werde ich über die Ergebnisse informiert?
Nach Vorliegen der Ergebnisse werden alle Mitarbeiter*innen über Aussendungen und das CariNet über die Gesamt-Ergebnisse der Befragung informiert. In den einzelnen Einrichtungen und Schulen werden im Follow-Up-Workshop die Ergebnisse genauer vorgestellt.
Wie arbeiten wir mit den Ergebnissen weiter?
In allen Einrichtungen finden Follow-Up-Workshop statt, in denen zuerst die Ergebnisse vorgestellt werden und dann mit diesen Ergebnissen gearbeitet wird: Was ist gut und wie wollen wir uns das Gute erhalten? Was braucht Verbesserung und was können wir dafür tun?
Manche Themen betreffen auch die gesamte Caritas Steiermark. An diesen Themen werden das Direktorium und die Führungskräfte der Caritas arbeiten.
Was passiert mit den Ergebnissen der Arbeitsplatz-Evaluierung psychischer Belastungen?
Die Ergebnisse der Arbeitsplatz-Evaluierung psychischer Belastungen werden genutzt, um mögliche Belastungsfaktoren im Arbeitsumfeld zu identifizieren und geeignete Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten.
Die Maßnahmen zur Reduktion von Arbeitsplatzbelastungen werden in einem eigenen Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokument festgehalten. Arbeitsinspektorate kontrollieren diese Dokumente und prüfen, ob die geplanten Maßnahmen umgesetzt wurden.
Wer führt die Befragung durch und wertet sie aus?
Die Befragung wird vom Befragungsinstitut pluswert aus Graz durchgeführt und ausgewertet. Pluswert verfügt über langjährige Erfahrung in der Durchführung von Befragungen und stellt Datenschutz, Anonymität und eine professionelle Durchführung sicher.
Ansprechpartner*innen?
Die Mitglieder der Steuergruppe helfen bei Fragen zur MAB:
- Auftraggeberin: Petra Prattes (Vizedirektorin)
- Projektleitung: Shenja Paar (Servicestelle Mitarbeiter*innen & Qualität)
- Betriebsrat: Stefan Kraker (Betriebsratvorsitzender)
- Datenschutz: Magdalena Pongratz (Servicestelle Recht & Compliance)
- Kommunikation: Theresa Koller und Kathrin Runda (Servicestelle Kommunikation & Fundraising)
- Arbeitnehmer*innenschutz: Stefanie Posch (Servicestelle Mitarbeiter*innen & Qualität, Servicestelle Personalverrechnung)
- Externer Auftragnehmer: Anton Prettenhofer, Firma pluswert
Ist die Befragung anonym?
Ja. Die Befragung ist anonym. Eine oft gehörte Frage: „Ich bin der einzige Mann in meiner Einrichtung, der älter als 45 ist, Vollzeit arbeitet und schon 15 Jahre bei der Caritas. Wie kann das anonym sein?“ Die kurze Antwort: Wenn die Caritas den einzelnen Fragebogen bekäme, könnte man diesen Mitarbeiter tatsächlich „erkennen“. Die Caritas bekommt die einzelnen Fragebögen aber nicht, die Fragebogendaten gelangen ausschließlich an unseren externen Partner pluswert. Wir bekommen nur Auswertungen ab 8 Antworten, und das gilt für jeden Parameter/ jede Kategorie. Die längere Antwort: Die ausgefüllten Fragebögen gehen am Befragungsserver der Firma pluswert ein. Dort wären theoretisch bei bestimmten Antwort-Konstellationen am Fragebogen (Einrichtung, Alter, Geschlecht) einzelne Personen noch nachvollziehbar. Diese Information bleibt aber bei pluswert. Für die Auswertung „zieht“ pluswert die Daten vom Befragungsserver auf den Auswertungsserver. Ab dann sind nur mehr Einheiten ab der Anonymitätsgrenze von mind. 8 Antworten sichtbar. Einzelne Antworten gibt es nicht mehr. pluswert garantiert vollste Verschwiegenheit über alle kundenbezogenen Informationen und absolute Datensicherheit. pluswert hält sich an den internationalen Kodex für Markt- und Sozialforschung von ESOMAR (European Society for Opinion and Marketing Research) und an das Datenschutzgesetz. Ein Hinweis noch zur Online-Befragung: Es wird manchmal gefragt, ob es nicht ein leichtes ist, die IP-Adresse des PCs zu erfassen, von dem aus der Online-Fragebogen ausgefüllt wird. Dies ist zwar theoretisch möglich, praktisch werden aber alle Internet-Zugriffe von größeren und mittleren Firmen über sogenannte "Gateways" durchgeführt. Damit hat das Institut in seinen Aufzeichnungen der Log-Dateien nur EINE Adresse. Außerdem gilt selbstverständlich auch hier, dass sämtliche Informationen, die pluswert erhält, strengstens vertraulich gehandhabt werden. Es wird auf keinen Fall irgendeine Information, wer bzw. wann jemand die Webseiten benützt hat, an die Caritas Steiermark zurückgemeldet.
Sind Rückschlüsse auf einzelne Personen möglich?
Nein, und zwar durch die Ergebnisdarstellung erst ab Gruppengröße von 8 Personen und nicht darunter. In der Auswertung werden Abteilungen/Einrichtungen/Gruppen mit weniger als 8 Befragten nicht getrennt ausgewertet. Alle Gruppen, bei denen weniger als 8 Antworte eingehen, fließen in das Ergebnis der übergeordneten Einheit ein (z.B. Abteilung). In den Ergebnissen kann man daher keine Rückschlüsse auf einzelne Personen ziehen. Durch die Darstellung von Mittelwerten können einzelne Personen nicht herausgefiltert werden.
Ist die Befragung DSGVO-konform?
Ja, zur strengen Einhaltung des Datenschutzes wurde eine Datenschutzvereinbarung entsprechend der Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) zwischen pluswert und der Caritas Steiermark abgeschlossen. Die Vereinbarung findest du im CariNet.
