Am 31. Juli, läuten die Kirchenglocken um 15 Uhr länger als sonst. Das „Glockenläuten gegen Hunger“ von Caritas und Bischofskonferenz sendet ein lautes Signal für Solidarität und Nächstenliebe: Im Rahmen der Caritas-Hungerkampagne werden Spenden zur Bekämpfung von Hunger gesammelt. Die Caritas Steiermark unterstützt mit lokalen Partnern nachhaltige Projekte im Südsudan und in Burundi, den ärmsten Ländern der Welt. „Jeder Euro, den Sie spenden, verhilft jemandem zu einer Mahlzeit, führt dazu, dass jemand Bildung erhält oder einen Job findet. Jede Spende stärkt die Resilienz und mindert die Abhängigkeit des Landes“, appelliert Betram Kuol, Partner im Südsudan: „Ihre Hilfe erreicht uns!“
„Im Südsudan sind 7,8 Millionen Menschen von Hunger betroffen. 2,2 Millionen Kinder sind unterernährt“, berichtet Kuol. Im Südsudan wie in Burundi sind die Auswirkungen des Klimawandels dramatisch zu spüren. Der Regen bleibt aus oder die Regenzeiten ändern sich, die Ernteerträge sinken. Der Südsudan ist zudem von der Gewaltsituation im benachbarten Sudan betroffen: Viele Menschen versuchen, der humanitären Katastrophe zu entkommen und fliehen in den bitterarmen Südsudan. Die Caritas Steiermark ist dort gemeinsam mit Partnern in der akuten Nothilfe aktiv und betreibt nachhaltige Projekte zu Bildung, Gesundheitsvorsorge und Landwirtschaft. Bildungs- und Landwirtschaftsprojekte stehen auch in Burundi im Zentrum der Tätigkeit. Nachhaltige Projekte in der Landwirtschaft wirken zum einen gegen den Klimawandel, verbessern aber auch die Ernährungssituation der Menschen.
Betram Kuol, Projektleiter im Südsudan und Generalsekretär der St. Vinzenz Organisation Südsudan: „Im Südsudan leiden 7,8 Millionen Menschen an Hunger. 2,2 Millionen Kinder sind unterernährt. Hunger bedeutet Mangelernährung und Tod. Betroffen sind Kinder, aber auch ihre Mütter. Ihre Hilfe erreicht uns. Jeder Euro, den Sie spenden, verhilft jemandem zu einer Mahlzeit, führt dazu, dass ein Kind lernen kann, Bildung erhält oder einen Job findet. Aufgrund des Klimawandels fällt unsere Ernte in diesem Jahr aus. Jede Spende stärkt die Resilienz und mindert die Abhängigkeit unseres Landes.“
Bischof Wilhelm Krautwaschl: „Mehr als 600 Millionen Menschen hungern auf dieser Welt. Wir können uns nicht einfach dispensieren, ist es doch unser gemeinsames Haus. Und jeder und jede von uns kann etwas dagegen tun. Großes oder Kleines. Geben Sie Ihrem Herzen einen Stoß und helfen Sie mit!“
Caritas-Vizedirektor Thomas Ferk: „Die Klimakrise trifft die Menschen am stärksten, die am wenigsten dazu beitragen. Und sie ist ein gewaltiger Treiber für den Hunger in der Welt. Kriege und Konflikte verstärken die Not jener, die flüchten müssen. Wir können die Kriege nicht beenden. Aber wir können den Menschen zeigen, dass sie nicht alleine sind. Und dass es auch für sie eine Zukunft gibt. Mit Projekten für nachhaltigen Anbau. Mit Bildung. Mit Ernährungszentren für die Kleinsten. Hilfe ist wichtig. Hilfe wirkt. Aber sie braucht Zuversicht, sie braucht das Bauen von Brücken. Solidarität. Deshalb sind wir laut gegen Hunger.“
Angelika Kobl, Auslandshilfe der Caritas Steiermark: „Die Situation für die Menschen im Südsudan wird immer schwieriger. Ich sehe das, wenn ich vor Ort bin bei Besuchen. Von Jahr zu Jahr wird es schwieriger, die Grundbedürfnisse zu befriedigen. Gerade jetzt, wo internationale Hilfsgelder ausbleiben. Genau deshalb ist es wichtig, dass wir hinschauen und vor Ort bleiben, und mit unseren starken Partnern zusammenarbeiten, um für die Menschen vor Ort bessere Bedingungen zu schaffen. Um wirklich nachhaltig die Situation zu verbessern durch Lerngärten, Ernährungsprojekte, Landwirtschaft – verschiedene Aspekte, um dem Hunger entgegenzuwirken.“
Mehr Information: www.caritas-steiermark.at/auslandshilfe
