Wie fühlt es sich an, mit völlig unterschiedlichen Voraussetzungen ins Leben zu starten? Mit dieser zentralen Frage setzten sich heute Schüler*innen der HLW Sozialmanagement der Caritas Steiermark mit einem außergewöhnlichen „Wettrennen“ auf der Schlossbergstiege auseinander, das im Rahmen eines eintägigen Workshops über soziale Ungleichheiten stattfand.
Organisiert von Schüler*innen des Maturjahrgangs, stand der Workshop unter dem Titel „Fairer Wettkampf?“ und machte soziale Ungleichheit auf eindrucksvolle Weise erlebbar.
Im Zentrum stand ein Wettrennen auf der Schlossbergstiege in Graz: Ausgestattet mit unterschiedlichen Rollen und Einschränkungen, darunter Armut, körperliche Beeinträchtigungen, psychische Belastungen oder gesellschaftliche Privilegien, bewältigten die Teilnehmer*innen die 260 Stufen der Schlossbergstiege unter bewusst ungleichen Bedingungen. Während einige mit erschwerten Voraussetzungen kämpften, starteten andere mit Vorteilen, ein klares Sinnbild für reale gesellschaftliche Strukturen.
„Unser Ziel war es, Jugendliche dazu zu bringen, Perspektiven zu wechseln und Ungleichheit nicht nur theoretisch zu verstehen, sondern emotional zu erleben“, erklärt das Projektteam. Ergänzt wurde das praktische Erlebnis durch eine Einführung sowie eine gemeinsame Reflexion. Dabei wurden persönliche Erfahrungen ausgetauscht und mit gesellschaftlichen Fakten verknüpft. Die Rückmeldungen der Teilnehmer*innen zeigt: Der Workshop regte zum Nachdenken an und schuf ein neues Bewusstsein für Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit. Die im Rahmen des Workshops erhobenen Daten fließen zudem in die Diplomarbeit der Projektgruppe ein.
Mit Formaten wie diesem setzt die Caritas Steiermark gemeinsam mit engagierten Jugendlichen ein starkes Zeichen für mehr Sensibilität im Umgang mit sozialen Unterschieden und für eine Gesellschaft, die faire Chancen für alle anstrebt.
