Hilfe in Rumänien
© Stephan Friesinger
Rumänien - zwischen wirtschaftlichem Fortschritt und sozialer Not
Rumänien hat seit dem EU-Beitritt im Jahr 2007 spürbare wirtschaftliche Entwicklungen erlebt. In vielen Städten wachsen Industrie, Technologiezentren und eine neue Mittelschicht. Doch diese Fortschritte zeigen nur einen Teil der Realität. Hinter dem wirtschaftlichen Aufschwung verbirgt sich eine soziale Wirklichkeit, die von tiefen Gegensätzen geprägt ist. Besonders in ländlichen Regionen sind Armut, Arbeitslosigkeit und soziale Ausgrenzung allgegenwärtig. Fehlende Infrastruktur, geringe Einkommen und ein schwaches Sozialsystem erschweren das tägliche Leben vieler Familien. Kinder, ältere Menschen und Angehörige der Roma-Minderheit sind besonders betroffen.
Zurückgelassene Kinder und leere Dörfer
Rumänien gehört seit vielen Jahren zu den europäischen Ländern mit einer besonders hohen Arbeitsmigration. Hunderttausende Rumäninnen und Rumänen arbeiten im Ausland. Sie verlassen ihre Heimat, um ihren Familien ein besseres Leben zu ermöglichen. Die Löhne im Ausland sind deutlich höher, während Arbeitslosigkeit und niedrige Einkommen in vielen Regionen Rumäniens weiterhin große Herausforderungen darstellen. Zurück bleiben Kinder und verlassene Dörfer.
Bildung bleibt ein Privileg
Kinder aus benachteiligten Familien, insbesondere aus Roma-Gemeinschaften, haben oft nur eingeschränkten Zugang zu Bildung und sozialer Förderung. Fehlende Perspektiven und mangelnde staatliche Unterstützung erschweren es ihnen, der Armut zu entkommen und ihr Potenzial zu entfalten.
Unser Schwerpunkt: Zukunft für Kinder und benachteiligte Menschen
Die Caritas Steiermark arbeitet seit vielen Jahren gemeinsam mit der Caritas Temeswar/ Timişoara für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Im Mittelpunkt stehen Kinder, Familien und armutsbetroffene Personen, die oft unter prekären Bedingungen leben. In verschiedenen Projekten erhalten Kinder und Erwachsene Unterstützung, die weit über das Materielle hinausgeht. Dazu gehören warme Mahlzeiten, Lernhilfe, Betreuung und ein sicherer Ort zum Schlafen. Durch Bildung, soziale Unterstützung und Begleitung entsteht Hoffnung dort, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Ziel ist es, Perspektiven zu schaffen, Menschen in Notlagen zu stärken und ihnen die Chance auf eine selbstbestimmte Zukunft zu eröffnen.
Caritas-Projekte in Rumänien
Kindern auf die Beine helfen - Rumänien
In Periam, einer Gemeinde im Westen Rumäniens, kämpfen viele Familien mit Armut, Ausgrenzung und fehlenden Perspektiven. Besonders Kinder der Roma- Minderheit sind betroffen: ohne Strom, ohne Dokumente, oft ohne Zugang zu Bildung. Die Caritas-Tagesstätte vor Ort schenkt Hoffnung – mit Lernförderung, warmen Mahlzeiten und einem geschützten Raum, in dem Kinder gesehen und gestärkt werden.
Projektreferentin
BSc MA Alina Jenšac
Länderreferentin Bulgarien, Rumänien, Bosnien und Herzegowina
