Wie wirken wir?

Im Rahmen eines Prozesses zur weiteren Positionierung der Wohngemeinschaft Sprungbrett wurde eine qualitative Erhebung unter NetzwerkpartnerInnen und Jugendlichen der WG durchgeführt.

So waren etwa Themen der Gespräche: Wenn jemand neu eine WG gründen würde, wie würde sie optimalerweise deiner Ansicht nach sein? Was wäre besonders wichtig, was soll anders gemacht werden als im Sprungbrett?

Es gab viele positive Rückmeldungen, viel Lob und viel Zuspruch für unsere Arbeit, wobei drei Bereiche besonders hervorgehoben wurden:

 

1. Unkomplizierte, engagierte Zusammenarbeit

2. Verlässlichkeit bei Absprachen

3. Flexibilität bei Problemen und in Krisenfällen

 

Der Grundtenor, quasi der Geist der über allem schwebt, war und ist die Positionierung als familienähnliche WG mit einer unverkennbaren Handschrift.

 

Die Wohngemeinschaft wird allgemein als sehr persönlich und familiär eingeschätzt. Aufgefallen ist das Angebot einer engen und langen Beziehung, die gute Stabilisierung der Jugendlichen und die gelebte Praxis und dass auch nach Ende der vollstationären Betreuung, die Gemeinschaft nicht zu Ende ist.  Viele der Jugendlichen bleiben noch einige Zeit in unserem Innenbetreuten-  oder im Aussenbetreuten Wohnen, ganz in der Nähe vom Sprungbrett.

Selbst nach Volljährigkeit und Beendigung aller Maßnahmen halten die jungen Erwachsenen die Nähe zur Gemeinschaft aufrecht und siedeln sich – mit Unterstützung vom Sprungbrett –  oft in der unmittelbaren Umgebung an.

Dieses Wohnen und Leben in unmittelbarer Umgebung wird in Zukunft durch ein besonderes Projekt unterstützt und weiter entwickelt. Ist doch eine entstandene und stabile Gemeinschaft über die Grenzen der Volljährigkeit hinaus eine der wichtigsten Erfahrungen für junge Menschen.

Wir vom Sprungbrett sind davon überzeugt, dass die verbrachte Zeit mit uns eine Wirkung erzeugt, bei der das Erlebte Ganze weitaus mehr ist, als die Summe seiner pädagogischen Einzelimpulse.

 

Ganz praktisch ist die Gemeinschaft ein Trainingsraum fürs Leben. In einem geschützten Umfeld dürfen Fehler passieren, Reibungsflächen entstehen, Konflikte gelebt werden, Grenzerfahrungen gesammelt werden. Das Gefühl, sich aufeinander verlassen zu können, kann sich dadurch entwickeln und diese ganze Dynamik macht aus, was Sprungbrett ist.

 

„Die WG ist mittelgut, weil eine WG gar net besser kann als mittel“, das war die Antwort eines Jugendlichen auf die Frage: „Wie schätzt du die WG Sprungbrett ein, gut oder nicht so gut?“

 

Dem soll gar nichts hinzugefügt werden, es ist für sich das schönste Kompliment das wir bekommen können. Danke dafür, von wem auch immer es gekommen ist.