Gruppenfoto von den Köch*innen der Solisuppe in der Küche

Solisuppe: Ein Teller Suppe, der Menschen verbindet

Seit fünf Jahren verbindet das Projekt "Solisuppe" Menschen beim Kochen – unabhängig von Alter, Herkunft oder sozialem Status.

Einmal im Monat verwandelt sich die Pfarrküche in Voitsberg in einen Ort der gelebten Solidarität: Bei der „Solisuppe“ treffen sich Menschen zum gemeinsamen Kochen, Essen und Austauschen – unabhängig von Alter, Herkunft oder sozialem Status. Das inklusive Projekt wurde 2021 von der Caritas der Diözese Graz-Seckau, LebensGroß sowie der katholischen und evangelischen Kirche ins Leben gerufen und startet heuer bereits in sein fünftes Jahr. „Durchschnittlich sind es 5 bis 8 Personen die kochen und ca. 20 Personen die gemeinsam essen. Bis jetzt hatten wir immer genug Suppe, außer einmal, da waren 36 Gäste, da wurde es knapp!“ erzählt Caritas-Regionalkoordinatorin Sabine Spari.

Suppenprojekt für mehr Begegnungen

Die „Solisuppe“ – kurz für Solidaritätssuppe – kostet 1,20 Euro. Dieser Beitrag ist bewusst symbolisch: ein Solidaritätsbeitrag, um gemeinsam zu essen und dabei füreinander Gutes zu tun. Wichtig ist den Initiator*innen: Die Solisuppe ist kein Suppenprojekt für „Sozialschwache“ oder Bewohner*innen der Notschlafstelle – sondern eine Einladung an alle. Es geht nicht um Bedürftigkeit, sondern um Begegnung.

„Es ist ein Projekt, das Menschen zusammenbringt“, sagt Elisabeth Redl, Leiterin der Tagesstätte Perschlerstraße von LebensGroß, die immer mit einigen Klienten dabei ist. „Wer kommt, tut das, um in Kontakt zu treten – beim Kochen, beim gemeinsamen Essen oder im Gespräch.“ Niemand muss sich erklären, sondern ist einfach dabei und unsere Leute freuen sich besonders.

Zeit während Corona als Ursprung

Die Idee zur Solisuppe entstand während der COVID-19-Pandemie – als Antwort auf die zunehmende soziale Vereinsamung. Sabine Spari (Caritas) und Martin Rapp wollten dem mit einer einfachen, aber wirksamen Idee begegnen: Menschen miteinander an einen Tisch bringen, egal ob Mitarbeiter*innen von Organisationen, Pensionist*innen, freiwillige Helfer*innen, alle sind willkommen.

Alle sind herzlich eingeladen!

Die Umsetzung ist bewusst niederschwellig gehalten: keine Anmeldung, keine Voraussetzungen. Die Solisuppe wirkt weit über den Suppenteller hinaus: Sie fördert soziale Kontakte, baut Vorurteile ab und stärkt das Miteinander in der Region. Ein Projekt, das zeigt: Gemeinschaft beginnt mit Offenheit – und manchmal mit einer guten Suppe.