Portrait Mädchen mit Migrationshintergrund

Gewalt im Namen der Ehre

Gewalt im Namen der Ehre ist Gewalt, die zur Erhaltung oder Wiederherstellung der sogenannten „Familienehre“ ausgeübt wird.

Wir wissen aus unserer Beratungstätigkeit, dass vor allem selbstbestimmte Entscheidungen von Frauen manchmal von Familienmitgliedern als "Verletzung der Ehre" empfunden werden und eine Distanz zur Frau/zum Mädchen bewirken. Im äußersten Fall kann das mit angedrohter Gewalt oder erhöhtem psychischem Druck verbunden sein: verschärfte Kontrolle (z. B. Handy) und Verbote, Isolation vom sozialen Umfeld, Drohung mit der Kindeswegnahme, Verschleppung z. B. ins Herkunftsland bis hin zu Morddrohungen. Dabei stehen die Betroffenen in einem großen Loyalitätskonflikt: einerseits möchte die Familie das Beste für sie - andererseits spürt die Betroffene, dass ihr persönlicher Wunsch nicht akzeptiert wird. Daneben gibt es auch Abhängigkeiten in den Bereichen Finanzen, Wohnversorgung, Aufenthaltsrecht, Sorge um die Geschwister etc.

 

 

Divan berät und unterstützt betroffene Frauen in dieser schwierigen Lebenslage.