Die Geschichte der Caritas in der Steiermark

Bereits 1897 wurde der Deutsche Caritasverband gegründet und auch in Österreich sah man die Notwendigkeit, die sozialen Einrichtungen der katholischen Kirche unter einem Dach zusammenzuführen. So beschlossen die wichtigsten kirchlichen Wohltätigkeitseinrichtungen im Juni 1924 die Gründung des Steiermärkischen Caritasverbandes, der schließlich am 19. September konstituiert wurde.

Vor allem der Ausbau der Hauskrankenpflege stand im Mittelpunkt der damaligen Arbeit. 1928 führte man gemeinsam mit der Bundesländerversicherung die Caritas-Sterbefürsorge ein, die der privaten Feuerbetsattung Einhgalt gebieten sollte. Außerdem sollte sie durch eine Prämienbeteiligung zu einer wichtigen Einnahmequelle für den umfangreichen Aufgabenbereich der Caritas werden. Ein weiterer Schwerpunkt war die Schulung der Mitarbeiter und so wurden bald Kurse für Hauskrankenpflegerinnen abgehalten.

Armenausspeisungen, Notquartiere & Beratungsstellen

Um der notleidenden Bevölkerung zu helfen, forcierte man die Armeenausspeisungen und stellte zusätzliche Quartiere, etwa in Räumlichkeiten des Weißen Kreuzes am Karmeliterplatz in Graz, zur Verfügung. Weiters wurden Beratungsstellen eingerichtet, die den Einblick in das schon damals schwer durchschaubare Sozialgesetz erleichtern sollten. Man arbeitete bei Gesetzesentwürfen mit und unterstützte unter anderem ein Volksbegehren zur Bekämpfung des Alkoholmissbrauchs.