5. Studientage - Komplexe Suchtarbeit

ReferentInnen

Mag.a Bettina Bergmair

Theologin und selbständige Religionspädagogin; Alexandertechniklehrerin International (ATI), zertifiziert seit 2001; Integrative Tanzpädagogin, Authentic Movement Leiterin, 9-jährige Weiterbildung in Leibarbeit nach der Initiatischen Therapie nach Graf Dürkheim; arbeitet als Religionslehrerin an höher bildenden Schulen und als Krankhausseelsorgerin;  gibt in freier Praxis Einzelstunden in Alexandertechnik, sowie Kurse und Seminare in Alexandertechnik; verbindet in ihren Kursen und Seminaren Alexandertechnik, Tanz, Authentisches Bewegen, Meditation und Spiritualität.

 

Jörg Böckem

Jörg Böckem, geboren 1966, ist freier Journalist und Autor; er arbeitet unter anderem für das Nachrichtenmagazin Der Spiegel und das Zeit Magazin und hat fünf Bücher zu Drogen, Rausch und Sucht geschrieben. In seinem Bestseller „Lass mich die Nacht überleben – mein Leben als Journalist und Junkie“ hat er seine langjährige Heroinabhängigkeit und Erfahrungen mit Strafverfolgung, Substitution, Entgiftung und Therapie beschrieben. In den vergangenen Jahren hat er zahlreiche Lesungen an Schulen und Universitäten gehalten. Sein aktuelles Buch „High sein - Ein Aufklärungsbuch“ hat er zusammen mit dem Wissenschaftler Dr. Henrik Jungaberle verfasst. Es widmet sich vor allem der Prävention und harm reduction.

 

Dr. rer. nat. Dietmar Czycholl

Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Supervisor BDP, Fachpsychologe für Verkehrspsychologie BDP

Tätigkeiten:

1985 - 2002: Suchthilfe: Leitung Fachklinik Hohenrodt, Leitung Drogenhilfe Tübingen Zentrum I;

seit 2003: Praxis für Verkehrspsychologie, Psychotherapie und Supervision (Freudenstadt, Reutlingen, Göppingen, Schwäbisch Gmünd);

seit 2003: Fortbildungsinstitut "FTK - Fortbildung transkulturell" Freudenstadt;

Lehraufträge; Fortbildungsseminare; Publikationen; Projektevaluationen.

 

 

Dr. Peter Degkwitz, M.A.

Dr. Peter Degkwitz, Jg 1948, Dr. rer. pol., Sozialwissenschaftler; wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg (ZIS), Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf UKE), Hamburg. Er hat seit Beginn der 90er Jahre in vielfältigen Forschungsprojekten zu Harm Reduction Interventionen sowie zur Substitutionsbehandlung (insbesondere Methadon und iv-Diamorphin) in Deutschland und Europa gearbeitet. Aktuell ist er an einem sozialwissenschaftlich orientierten Projekt zur Untersuchung von ATS (Amphetamine-type stimulants)-Konsummustern in verschiedenen Ländern Europas beteiligt. Das besondere Interesse gilt sozialwissenschaftlichen Modellen zu Substanzkonsum und Abhängigkeit.

 

Dr. Michael Hiden

ist seit Jänner 2013 als ärztliche Leiter in der I.K.A. Graz  (Interdisziplinäre Kontakt- & Anlaufstelle, medizinische und psychosoziale Suchtkrankenversorgung) tätig. Seit seiner Ausbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin im Jahr 2010 ist er in der Suchtarbeit, mit Schwerpunkt Opiatabhängigkeit aktiv. Abseits von allgemeinmedizinischer, suchmedizinischer und psychiatrischer Schwerpunktsetzung  verwendet er auch manualmedizinische Techniken in seiner täglichen Arbeit.

Er vertreibt sich seine Freizeit als zweifacher Familienvater meist im Kreise der seinen. Nebstbei engagiert er sich in der Gemeinwesenarbeit.

 

Dr. Charlotte Cordes (geb. Höfner)

hat Kommunikationswissenschaft und Psychologie in München studiert und führt seit den 90er Jahren ProSA- und impro-Seminare sowie Coachings und psychologische Einzelberatungen für die unterschiedlichsten Zielgruppen durch. Sie ist Teil der Institutsleitung des Deutschen Institutes für Provokative Therapie | D.I.P. (www.provokativ.com), das ihre Mutter Dr. Noni E. Höfner in den 80er Jahren gegründet hat. Sie hat Aus- und Fortbildungen in EMDR und PET und ist zertifizierter Humorcoach bei Humorcare (HCDA). Seit fast 20 Jahren spielt sie Improvisationstheater (www.improgoesloose.de) und singt seit fünf Jahren im Münchner Vokalensemble »Die Dachschrägen« (www.diedachschraegen.de). Ihre langjährige Erfahrung im Bereich ProSA und Bühne ist sehr wertvoll und ihre Begeisterungsfähigkeit äußerst ansteckend. Sie hat zwei Söhne und lebt in München. 

 

Univ.-Doz. Dr. med. Martin Kurz

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychoanalytiker/Psychotherapeut in freier Praxis. 2009-2014 Primararzt des Zentrums für Suchtmedizin an der Landesnervenklinik Sigmund Freud (Graz). Seit 2015 Leitung des Fachbereichs Psychiatrie am  Krankenhaus St. Vinzenz, Zams. Lehrbeauftragter an der Medizinischen Universität Innsbruck. Lehrtherapeut für psychotherapeutische Medizin der österreichischen Ärztekammer. Lehr-, Supervisions- und Beratungstätigkeit in klinischen und nichtklinischen Kontexten zu suchtmedizinischen und –therapeutischen Fragen, insbesondere der Beziehungsdynamik suchtkranker Menschen und ihrer Bezugspersonen.

 

DSAin Karoline Leitner

Dipl. Sozialarbeiterin, Mal und Gestaltungstherapeutin, Achtsamkeitstrainerin

Seit 1990 tätig in der ambulanten Betreuung von Suchtkranken und deren  Angehörigen, sowie im Bereich der Suchtprävention und Gesundheitsförderung.

Leitung von Achtsamkeitstrainings (MBSR nach Jon Kabat Zinn) und Selbstmitgefühlskursen (MSC nach Germer/Neff)

 

Dr.in Christel Lüdecke

Christel Lüdecke leitet als Chefärztin den Funktionsbereich Allgemeinpsychiatrie – Sucht – im Asklepios Fachklinikum Göttingen. Sie ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und hat sich seit 1994 auf die Behandlung von Suchterkrankungen spezialisiert. Neben der stationären Tätigkeit leitet sie eine Ermächtigungspraxis zur Substitutionstherapie illegal Drogenabhängiger. Frau Lüdecke beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Behandlung von Traumatisierungen und Traumafolgestörungen bei Menschen mit Suchterkrankungen. Sie hat u.a. ein stationäres Behandlungskonzept zur integrativen Behandlung von Sucht und Traumafolgestörungen entwickelt.

 

Vincenzo Mannino

ist gelernter Automechaniker, bis 2011 Drogenabhängig. Seit Januar 2012 aktives Mitglied der Narcotics Anonymus (Selbsthilfegruppe). Ab Oktober 2013 Festanstellung auf der Drogenentzug und Therapie Station S2 in Münsterlingen (TG) als Peermitarbeiter mit 20% Anstellung. Seit 2014 Tätigkeit bei der Selbsthilfe Thurgau, seit August 2015 Ausbildung zum Peer von der Pro Mente Sana, die im November 2016 beendet sein wird. Seit April 2016 eine weitere 20% Anstellung als Peermitarbeiter an der UPK Basel auf der Station U2 im Drogenentzug.

Referententätigkeit an div. Kongressen und Tagungen zum Thema Recoveryorientierung und Peerarbeit

 

Dr. med. Daniel Meili

Ausbildung zum Psychiater und Psychoanalytiker.

1993 bis 2007 im Aufbau und als Chefarzt der ARUD Zürich, Arbeitsgemeinschaft für risikoarmen Umgang mit Drogen, tätig, einer privaten Organisation, die sich als Pionierin für eine Verminderung der negativen Folgen des Suchtmittelkonsums und der -abhängigkeit und damit auch gegen das Abstinenzdogma engagiert. Entwicklung der „niedrigschwelligen“ Methadonsubstitution und Durchführungen der ersten Heroingestützten Behandlungen der Schweiz.

Koordinator der SSAM, Schweizerische Gesellschaft für Suchtmedizin für die Erstellung der Medizinischen Empfehlungen für substitutionsgestützte Behandlungen (SGB) bei Opioidabhängigkeit, Guidelines im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit, (BAG) 2007/2012. Heute in freier psychiatrisch/psychotherapeutischer Praxis tätig.

 

Steve Müller

Steve Müller ist psychosozialer Berater und Trainer für Gesprächsführung bei checkit, einer Einrichtung der Suchthilfe Wien gGmbH. „Recreational Drug Use" ist eines seiner Schwerpunktthemen, zu dem er Erfahrungen aus drei europäischen Ländern einbringen kann. Daneben engagiert er sich im europäischen Netzwerk für Rausch- & Risikobalance und ist Lehrer für Entspannungstechniken, Achtsamkeitsmethoden und Meditationen.

 

Mag.(FH) Stefan Pawlata

geb. 1982, Sozialarbeiter, Theaterpädagoge, Supervisor.

Geboren und aufgewachsen in Graz, immer wieder für mehrere Monate unterwegs (Wien, Potsdam, Mittelamerika, Ost- und Westafrika), immer wieder zurück nach Graz.

Aktuelles Erwerbsleben: Sozialarbeiter im Verein für Männer- und Geschlechterthemen Steiermark, Fachstelle für Burschenarbeit und Fachstelle für Gewaltarbeit, Projektmitarbeiter im Verein Sozialprofil, Selbstständige Tätigkeiten als Theaterpädagoge und Schauspieler.

Ich bin eine reisende Person mit Interesse an interkulturellen Begegnungen. Ich bin wandernd mit einer Vorliebe für Bewegung in der Natur. Ich bin ein spielender Mensch – Theater, Kartenspiele, Spiele am Brett.

 

Univ. Doz. Dr. Martin Poltrum

Philosoph, Psychotherapeut, Lehrtherapeut. 2003 Promotion. 2014 Habilitation. Universitätsdozent für Psychotherapiewissenschaft an der Sigmund Freud Privat Universität Wien. Lehrtherapeut für Existenzanalyse an der Donau Universität Krems. Vizepräsident der European Society of Aesthetics and Medicine. Philosoph am Anton Proksch Institut Wien.

Monographien: Philosophische Psychotherapie. Das Schöne als Therapeutikum, Berlin 2015; Musen und Sirenen. Ein Essay über das Leben als Spiel, Berlin 2013; Klinische Philosophie. Logos Ästhetikus und Philosophische Therapeutik, Berlin 2010; Schönheit und Sein bei Heidegger, Wien 2005.

Wissenschaftlicher Herausgeber – u.a. von: Rausch. Wiener Zeitschrift für Suchttherapie

 

Univ.-Prof., Dr. phil. Peter Strasser

Jg. 1950, seit Oktober 2015 im Ruhestand, unterrichtet an der Karl-Franzens-Universität in Graz Philosophie und Rechtsphilosophie. 2014: Österreichischer Staatspreis für Kulturpublizistik. Letzte Buchpublikationen: „Von Göttern und Zombies: Die Sehnsucht nach Lebendigkeit“; „Achtung Achtsamkeit!“; „Ontologie des Bösen. Mit einem Anhang: Über das Radikalgute“. Neuerdings zur Lebendigkeitskultur: „Morgengrauen: Journal zum philosophischen Hausgebrauch“.

 

Mag. Peter Ulrich

ist Künstler und Schriftsteller. Er realisiert Kulturprojekte mit sozial marginalisierten Menschen. Lebt und liebt in Graz. 2016 hat er den „Couragette-Publikumspreis“ verliehen bekommen.

 

Stefan Zahs

Ausbildung zum Pflegefachmann HF, seit 1998 tätig in den Psychiatrischen Diensten Thurgau als Stv. Stationsleitung einer Station für frühe Psychosen.

Seit 2010 Stationsleitung der Station für Drogenentzug und Therapie.

Recoverybeauftragter Psychiatrische Dienste

Ausbildung in Milieutherapie bei Kinder und Jugendlichen; CAS Psychiatrische Pflege; Studium  Diploma of Advanced Studies in Psychischer Gesundheit, University of Applied Sciences, Bern.

Referententätigkeit an div. Kongressen und Tagungen zum Thema Recoveryorientierung und Peerarbeit