Sachspenden

Erste Wahl aus zweiter Hand

 

Die Arbeit der Caritas im In- und Ausland baut auf Spenden. Neben Geldspenden helfen auch Sachspenden bei der Arbeit für Menschen, die in Not geraten sind, allerdings erfordern sie einen ungleich höheren Organisations- und Ressourcenaufwand (z.B. für Transport, Lagerung, Sortierung).

Die Verwertung von Sachspenden erfolgt direkt und indirekt

  1. Direkt, indem Sachspenden z.B. in der Basisversorgung gratis an Bedürftige abgeben werden.
  2. Indirekt, indem durch Verkaufserlöse Sachspenden in Geldspenden umgewandelt werden (diese werden vor allem für die Finanzierung von Beschäftigungsprojekten für Langzeitbeschäftigungslose verwendet). Aufgrund der relativ günstigen Preise ergibt sich hier für Menschen mit kleiner Brieftasche eine zusätzliche Einsparmöglichkeit.

Damit für die Caritas aus "Sachspenden” nicht "Sachkosten" werden

Carla sammelt gebrauchte und neue Sachgüter. Im Gegensatz zu Geldspenden werden Sachspenden in der Regel erst dann abgegeben, wenn sie von den SpenderInnen nicht mehr benötigt werden. Neben dem Spendenaspekt spielt aber auch ein Serviceaspekt (Entsorgung, Abholung) eine Rolle. Damit für die Caritas aus "Sachspenden” nicht "Sachkosten" werden, ist vor dem Hintergrund des hohen Ressourcenaufwands und der in den letzten Jahren explodierten Entsorgungskosten Folgendes notwendig:

  • Wir nehmen eine Abgrenzung bei der Annahme vor.
  • Bei besonders arbeitsintensiven Sachspenden (z.B. Abholung von Möbelspenden) müssen wir Kostenbeiträge verrechnen.
  • Für nicht verwertbare Gegenstände müssen wir die Entsorgungskosten verrechnen.

Wussten Sie das?

  • Der erste steirische Carla wurde 1987 unter dem Namen "Gebrauchtladen" in Graz - Eggenberg eröffnet.

  • Mit Carla Judenburg wurde bereits der 26. steirische Carla eröffnet.

  • In den Carlas kaufen nicht nur Menschen mit kleiner Brieftasche ein. Ein Drittel der KundInnen sind auf der Suche nach Raritäten (ausgefallene Klamotten, nicht mehr lieferbare Bücher, Möbel etc.) oder etwas Besonderem.

  • Carla steht in enger Symbiose mit den Beschäftigungsprojekten der Caritas und beschäftigt in unterschiedlichen Arbeitsfeldern (Verkauf, Sortierung, Transport etc.) pro Jahr 80% der Transitarbeitskräfte in Form von befristeten Dienstverhältnissen oder Arbeitstraining.

  • Auch mehrere steirische Pfarren betreiben Second-Hand-Kleiderläden.

  • Im Jugendbeschäftigungsprojekt tag.werk werden aus Carla-Sachspenden innovative Upcycling-Produkte hergestellt.

  • In den Carlas wird nachhaltiges, ressourcenschonendes Wirtschaften praktiziert und somit werden neben den sozialen auch ökologische Ziele erreicht.

  • In den letzten Jahren wurde unter dem Stichwort "ReUse" auch Ziele im Bereich der Abfallprävention bzw. Verwertung und Reduktion von Abfall intensiviert sowie die Zusammenarbeit mit anderen sozialen Trägern, Gemeinden und Abfallwirtschaftsverbänden verstärkt.