Das Caritas Solidaritätsbarometer

Eine Vermessung der sozialen Stimmung in der Steiermark

Um die soziale Stimmung im Land messbar zu machen, hat die Caritas in Zusammenarbeit mit dem Grazer Soziologen Florian Brugger das Solidaritätsbarometer entwickelt und eine Studie dazu durchgeführt. 1.000 Steirerinnen und Steierer wurden dafür telefonisch zu Themen wie soziales Engagement, Spendenverhalten, Einstellung zum Helfen und soziale Verantwortung befragt.

Fünf Thesen zur Solidarität in der Steiermark

Befragt wurde für die Erstellung des Solidaritätsbarometers zu den Themenkomplexen "Spenden & Ehrenamt", "Wem soll geholfen werden", "Bedingte oder bedingungslose Solidarität", "Wer soll helfen" und "Warum helfen". Aus den Antworten lassen sich folgende Thesen über die soziale Stimmung der Menschen in der Steiermark ableiten:

  1. Die Studie belegt eine sehr hohe, andauernde Spenden- und Hilfsbereitschaft in der Steiermark.
  2. Besonders ausgeprägt ist die Solidarität in sozialen Naheverhältnissen und mit den "schuldlos Schwachen".
  3. Geringe persönliche Erwartungen stehen hohen gesellschaftlichen Erwartungen an die Geholfenen gegenüber.
  4. Die überwältigende Mehrheit der Befragten erwartet sowohl von Einzelpersonen, als auch von sozialen Organisationen und dem Staat solidarisches Handeln. Ebenso zeigt sich ein deutliches Bekenntnis zum Wohlfahrtsstaat und zum Recht auf wohlfahrtsstaatliche Leistungen.
  5. Solidarität wird aufgrund allgemeiner gegenseitiger Abhängigkeit und der Gefahr der gesellschaftlichen Erosion als notwendig erachtet.

Kurzbiografie von Studienautor Florian Brugger

Geboren 1985 in Graz, Studium der Volkswirtschaftslehre und Soziologie in Graz und Alexandria. Seit 2013 Universitätsassistent am Institut für Soziologie an der Karl-Franzens-Universität Graz. Er arbeitet im Bereich Wirtschaftssoziologie, Marktsoziologie, Geldsoziologie, Entwicklungsökonomie, internationale Kapitalströme, volkswirtschaftliche Theorien und ihre Wirkung, sowie technischer Fortschritt. Seine Lehre umfasst Methoden der empirischen Sozialforschung, vorwiegend quantitative Methoden.

  • Seite 1 © Caritas

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  • *Formulierung zum besseren Verständnis der Befragten

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