Deeskalationswerkstatt – Begleiten und leiten in krisenhaften Situationen

Martina Raiser & Christoph Becker

Im Arbeitsfeld der niederschwelligen Suchthilfe sind Krisen sowie gewaltgeprägte Bewältigungsstrategien alltäglich. Mitarbeitende begegnen Gewalterfahrungen sowohl in den biografischen Erzählungen der Nutzer*innen sowie auch in ihrem eigenen Arbeitsalltag. Der Umgang mit diesen Belastungen erfordert ein hohes Maß an Professionalität, Sensibilität und Reflexionsfähigkeit.

Als Mitarbeitende sind wir dazu angehalten, professionell und wertfrei zu antworten. Fachkräfte im Bereich niederschwelliger Hilfsangebote bewegen sich bei Eskalationen häufig in einem Spannungsfeld: Einerseits sollen sie sozial verträgliche Begegnungen vorleben und einfordern, stets professionell und ruhig agieren, andererseits müssen sie ihre eigenen – oft unbewussten – emotionalen und körperlichen Selbstregulationsprozesse steuern.

In diesem Workshop schaffen wir gemeinsam Raum, um praktische Strategien zur Selbst- und Coregulierung, zum Beziehungsaufbau mit Klient*innen in krisenhaften Situationen, sowie zur Selbstfürsorge zu entwickeln. Nach einer kurzen theoretischen Einführung in die Grundlagen der körpereigenen Stresssysteme werden wir im geschützten Rahmen verschiedene Methoden der Deeskalation erproben und erarbeiten.