Kinder aus suchtbelasteten Familien

Mag.a Nadja Springer

 “We find our mind initially in the mind of our parents… what we think of ourselves is born of what we were thought about by others” (Fonagy, 2015)

Durch die Behandlung substituierter Schwangerer und Eltern und der damit verbundenen Kooperation mit der Wiener Kinder- und Jugendhilfe sowie anderen involvierten Institutionen wurde der Bedarf an Unterstützung für diese Mütter und in weiterer Folge deren Kinder deutlich. Die vom Verein Dialog etablierten Gruppenangebote für Mütter und deren Kinder in den ersten Lebensjahren sowie für Kinder aus suchtbelasteten Familien zwischen 8 und 12 Jahren werden im Rahmen des Workshops vorgestellt. Fallbeispiele sollen die Situation der Familien lebendig verdeutlichen. Ambivalenzerfahrungen und Loyalitätskonflikte finden sich sowohl bei den Kindern wie auch bei den Eltern. Sie führen nicht selten im Zusammenhang mit Scham- und Schuldgefühlen zu Idealisierungs- und zu Entwertungsgedanken und erschweren dadurch sowohl eine stabile Beziehungserfahrung als auch die Entwicklung der Mentalisierungsfähigkeit, die im Hinblick auf eine gesunde psychische Entwicklung als wichtige protektive Faktoren anzusehen sind.

Literatur: Fonagy, P. (2015). What is Mentalization?, Interview youtu.be/OHw2QumRPrQ gesehen am 3.3.2020