Beratungssituation

Beratungssituation

„Demenz – dabei und mittendrin“

05.11.18 / 11:46

Der Weltalzheimertag 2018 stand unter dem Motto „Demenz – dabei und mittendrin“.

Lt. Österreichischem Demenzbericht 2015 gab es in Österreich im Jahr 2010 130.000 an Demenz erkrankte Menschen, diese Zahl wird sich bis zum Jahr 2050 verdoppeln.

Das bedeutet einerseits, dass sich die Gesellschaft und das Gesundheitssystem auf diese Veränderungen vorbereiten müssen, andererseits aber auch, dass sich ein jeder von uns darüber Gedanken machen sollte.

Als Hauptrisikofaktor für die Zunahme der Demenzerkrankungen ist die steigende Lebenserwartung anzuführen. Aus diesem Grund ist eine Prävention bereits in jungen Jahren von zentraler Bedeutung, um möglichst gesund alt werden zu können und so seinen wohlverdienten Lebensabend möglichst lange genießen zu können.

Lt. Prof. Frank Jessen, Leitlinienkoordinator der deutschen Gesellschaft für Neurologie und Psychiatrie, verdichten sich die Hinweise, dass eine Alzheimer – Demenz nicht allein Schicksal ist. „Es gibt wahrscheinlich Möglichkeiten, eine Erkrankung zu mindern“. Als Faustregel gilt „Was dem Herzen guttut, hilft auch dem Gehirn!“ Das bedeutet, dass es wichtig ist, Risikofaktoren wie z.B.: Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Übergewicht, erhöhte Blutfette und den Zigarettenkonsum zu reduzieren. Es ist also von großer Bedeutung einen gesunden und aktiven Lebensstil zu führen, körperlich und geistig aktiv zu bleiben und auch ein aktives soziales Leben zu führen. Weiter wird in den aktuellen Leitlinien Demenz auf die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung, der Früherkennung und auf eine gezielte medikamentöse Therapie hingewiesen.

Auch wir als Gesellschaft sind im Zusammenhang mit dem Anstieg der dementiellen Erkrankungen gefordert. Insbesondere dann, wenn Menschen in der Frühphase der Erkrankung stehen. Die Betroffenen bemerken Veränderungen wie eine nachlassende Gedächtnisfunktion und beginnende Orientierungsstörungen etc.  Zu diesem Zeitpunkt sind sie häufig noch in das Gemeinde- Vereins- und /oder Pfarrleben integriert. Untersuchungen zeigen, dass sich an Demenz erkrankte Menschen wünschen, auch trotz Erkrankung, ein aktiver Teil der Gesellschaft zu bleiben und weiter in das alltägliche Leben integriert zu bleiben. In der täglichen Praxis gestaltet sich dies aber als problematisch, da Demenz immer noch ein Tabuthema darstellt und oft mit Scham und Unsicherheit verbunden ist. Auch für die Angehörigen bedeutet eine Demenzerkrankung eine große Herausforderung. Um Teilhabe zu ermöglichen, bedarf es Verständnis und Wissen in der Gesellschaft über die im Zuge einer dementiellen Erkrankung auftretenden Symptome und Verhaltensauffälligkeiten. Die Caritas versucht dem durch Vorträge und Aufklärungsarbeit für die Bevölkerung Rechnung zu leisten.

Folgende Zitate sollten uns zum Nachdenken anregen:

„Im Gegenteil, das offene Bekenntnis zur Demenz und den damit verbundenen Beeinträchtigungen weckt im Kontakt zu Mitmenschen Interesse, anerkennende Wertschätzung, Verständnis und spontane Unterstützungsbereitschaft. Außerdem stresst es weniger, weil man nicht ständig etwas beweisen muss oder in Verteidigungshaltung gerät.“ Demenz Support Stuttgart 2017

 

„Altern in Würde hängt ab von einer guten Vorsorge. Wir müssen unseren Kindern früh beibringen, dass das Altwerden und „Auf-Hilfe -angewiesen- Sein“ zum Leben gehören wie das Jungsein und das Unabhängig sein.“ Roggenkamp

„Die Alzheimerdemenz kann nur effektiv bekämpft werden, wenn sie aus der gesellschaftlichen Tabuzone geholt wird.“ Gerontopsychiater Dr.Jens Bruder

Das Angebot der Caritas umfasst:

-          Sprechstunden und persönliche Beratung im SPWH Katharina Neumarkt

o   Weitere Termine 2018: 23.11. jeweils von 14:00 – 16:00

o   Termine 2019: 13.2., 10.4., 5.6., 23.10., 11.12.

 

-          Sprechstunden und persönliche Beratung im SPWH St. Lambrecht

o   Weitere Termine 2018: 14.12. jeweils von 13:30 – 15:30

o   Termine 2019: 23.1., 20.3., 22.5., 18.9., 20.11.

 

-          Pflegestammtisch im Rathaus Murau

o   Weitere Termine 2018: 27.11. jeweils von 19:00 – 21:00

 

-          Telefonsprechstunde jeden Dienstag von 17:30 – 19:30

unter 0676 / 88015 289

 

-          Weitere Beratungsgespräche / Hausbesuche / Vorträge auf Anfrage

 

Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme!

DGKP Andrea Schnedl, MSc (0676 / 88015 289)