Ein Kind auf einem Feld im Südsudan

Corona-Krise im Südsudan: „Wer sein Haus nicht verlassen kann, hat nichts zu essen…“

02.04.20 / 15:46

Caritas Projektpartner in Burundi und dem Südsudan haben mit der Produktion von Atemschutzmasken begonnen

Foto: Caritas

Seit Anfang April zählt auch der Südsudan zu den Ländern, die vom Corona-Virus betroffen sind, nur drei afrikanische Staaten sind zu diesem Zeitpunkt noch ohne bestätigte Corona-Infektion.

Als Sofortmaßnahmen wurden die Grenzen zu den Nachbarländern für den Personenverkehr sowie Schulen, Universitäten und öffentliche Einrichtungen geschlossen und eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Die Lebensmittelpreise in der Hauptstadt Juba und einigen anderen Städten sind drastisch gestiegen.

Dies bzw. die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus haben aber vor allem für die Menschen in den Städten wesentlich stärkere Auswirkungen, als die eigentliche Krankheit. „Wer sein Haus nicht verlassen kann, kann nicht essen, Vorräte für mehrere Tage haben nur wenige“, bringt es Betram Kuol, Partner der Caritas Steiermark und Leiter der Projekte in Juba, auf den Punkt.

Die Caritas der Diözese Graz-Seckau unterstützt ihre Projektpartner im Südsudan und in Burundi mit Informationen zur Vorbeugung der Ausbreitung des Virus sowie mit einem Beitrag zur Anschaffung von Desinfektionsmitteln und Schutzmasken (sofern erhältlich) bzw. Seife und Anleitungen zur Herstellung von einfachen Stoff-Schutzmasken.

Für die in den Projekten der Caritas unterstützten Frauen und Kindern wird, in Abstimmung mit den lokalen Verantwortlichen und internationalen Programmen, eine Unterstützung mit Lebensmitteln und Seife bzw. verbesserte Wascheinrichtungen vorbereitet.