Substanzinfos und Schadensminimierung

Substanzen, die am Schwarzmarkt erworben werden, können hinsichtlich ihrer Reinheit und somit der Wirkung auf den Körper, stark schwanken. Auch Substanzen die aus dem Internet (Darknet usw.) erworben werden, können eine wesentlich höhere Reinheit aufweisen, als diejenigen, die man am Schwarzmarkt erhält. Substanzen/Tabletten können das gleiche optische Erscheinungsbild haben (Form, Größe, Farbe etc.) und trotzdem andere Inhaltsstoffe oder eine andere Zusammensetzung aufweisen.
Auch „legal highs“/Kräutermischungen, die durch bunte Verpackungen einen harmlosen Anschein erwecken sollen, weisen häufig andere Inhaltsstoffe als erwartet auf und stellen ein großes Gesundheitsrisiko dar.
Die Einteilung von psychoaktiven Substanzen erfolgt häufig durch ihre Wirkung. Eine informative Übersicht stellt hier das Drug Wheel dar (www.thedrugswheel.com).

The Drugs Wheel

Safer-Use

Der Konsum von Drogen und die missbräuchliche Verwendung von Medikamenten birgt, insbesondere beim intravenösen Konsum, zahlreiche Risiken und Gefahren wie unerwünschte Nebenwirkungen, Überdosierungen oder Infektionskrankheiten. Mit schadensminimierenden Angeboten und Tipps zur Risikominderung wird versucht, DrogengebraucherInnen durch die Vermittlung von Konsumkompetenz einen risikoärmeren Konsum zu ermöglichen.

Nicht nur mit den Substanzen selbst, sondern auch mit den Konsumutensilien sollte sorgsam umgegangen werden. Steril eingepacktes „Werkzeug“ sollte erst so spät wie möglich aus der Verpackung genommen werden.

Sterile Konsumutensilien – Sniefröhrchen, unbeschichtete Folie, Löffel, Filter, Spritzen können an verschiedenen Stellen erworben werden. Diese Dinge können beispielsweise im Caritas Kontaktladen gekauft und anschließend kostenlos getauscht werden.

Konsumutensilien (Sniefröhrchen, Spritzen, wie auch Löffel und das Wasser) sollten niemals mit anderen geteilt werden!

Für den Konsumvorgang sollte eine saubere, stressfreie und sichere Umgebung gewählt werden. Um im Notfall Hilfe zu erhalten, sollte nicht alleine konsumiert werden, sondern eine vertrauenswürdige und erfahrene Begleitperson anwesend sein.

Beim Mitführen von gebrauchten Spritzensets sollte eine stichfeste Transportbox benutzt werden, denn es kommt vor, dass sich die Nadel durch die Kappe bohrt, oder sich die Kappe gar komplett von der Nadel löst!

Weitere Tipps zum Thema Safer-Use:

https://www.aidshilfe.de/safer-use
http://fixpunkt-berlin.de/index.php?id=infomaterial
https://mindzone.info/
https://www.saferparty.ch/droge-set-und-setting.html
https://de.know-drugs.ch/infos/basisinformationen/1

 

 

Nachweisbarkeit von Substanzen

Die Nachweisbarkeit von Substanzen im Urin und im Blut  ist abhängig von der Häufigkeit des Konsums, der körperlichen Veranlagung der KonsumentInnen, der Menge der konsumierten Substanz uvm. und kann somit nur einen ungefähren Richtwert darstellen:

http://www.drogenberatung.steiermark.at/cms/ziel/146576774/DE/
https://www.drugcom.de/haeufig-gestellte-fragen/allgemeine-fragen/wie-lange-koennen-drogen-im-koerper-nachgewiesen-werden/
https://drugscouts.de/de/page/nachweiszeiten

Harntest in Graz

In Graz gibt es mehrere Möglichkeiten, einen Harntest durchzuführen. Diese werden beispielsweise für Untersuchungen während der Teilnahme am Substitutionsprogramm, amtsärztliche Überprüfungen oder für den Führerschein benötigt.

http://www.drogenberatung.steiermark.at/cms/ziel/146576957/DE/
https://www.graz.at/cms/beitrag/10018289/7746961/OPIOID_Substitution_Suchtmittelersatzprogramm.html
https://www.suchtfragen.at/sucht/illegalisierte-drogen/nachweis-substanzen.php