Armer Nachbar Slowakei

Die soziale Lage im österreichischen Nachbarland ist für viele Slowakinnen und Slowaken nach wie vor prekär.

Die Arbeitslosenquote reicht von 11 % bis zu nahezu 100 % in von Roma bewohnten Armutsvierteln, die Arbeitslosigkeit liegt unter den Jugendlichen bei über 25 %. Der Anteil an NiedriglohnempfängerInnen ist in der Slowakei weit über dem EU-Schnitt; Mindestlohn und Durchschnittslohn hingegen liegen deutlich darunter. Gesetzliche Mindestpensionen gibt es nicht – die staatlichen Transferleistungen sind gering (monatliche Sozialhilfe 61,6 Euro pro Person, Kindergeld 23,52 Euro pro Kind). Von Armut betroffen sind insbesondere ältere Menschen, unzureichend qualifizierte Menschen, Frauen und vor allem Kinder. In strukturschwachen Gegenden der Mitte- und Ostslowakei ist die Situation besonders alarmierend.

Minderheit der Roma

Die größte slowakische Minderheit im Land bilden die Romnija und Roma. Sie stellen etwa 10 % der Gesamtbevölkerung dar und sind in besonderer Weise von Armut und Verelendung betroffen. Die Negativspirale nahm nach dem politischen Umsturz der 1990er-Jahre seinen Lauf: Nachdem Roma die ersten waren, die im Zuge der wirtschaftlichen Umwälzungen Arbeit verloren haben, nahm die Verarmung rapide zu. Sie aufzuhalten, scheiterte bislang an der Dimension des Problems, das fehlende Arbeitsplätze bedeutet, ein dringend benötigtes, aber politisch schwer durchsetzbares Infrastrukturprogramm nach sich zog und letztendlich am fehlenden politischen Willen (EU-Mittel werden nicht ausgeschöpft) liegt. All das führt letztendlich dazu, dass sich Romnija und Roma tagtäglich Diskriminierungen und Rassismus ausgesetzt sehen müssen.

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Caritas-Projekte in der Slowakei

Fairer Start für Schulkinder

Im Lerncafé im ostslowakischen Stropkov werden 25 Kinder aus sozial schwachen Familien auf den Volksschuleintritt vorbereitet.

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