Ein Kind auf einem Feld im Südsudan

Hungersnot im Südsudan

Laut Uno droht dem Südsudan auch 2018 eine Hungersnot. Derzeit sind bis zu sieben Millionen Menschen - das ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung - akut von Hunger betroffen.

Über 3 Millionen Menschen auf der Flucht

Im jüngsten Staat der Welt sind im Juli 2016 erneut Kämpfe ausgebrochen und haben viele Familien gezwungen, ihre Häuser und ihr Vieh zurückzulassen. Inzwischen sind über 3 Millionen Menschen - knapp ein Viertel der gesamten Bevölkerung - auf der Flucht.

Hunger - ein Wettlauf gegen die Zeit

Durch den Krieg ist die Nahrungsmittelproduktion zusammengebrochen, nach offiziellen Angaben sind rund 40 Prozent der Menschen im Südsudan auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Laut einem aktuellen UN-Bericht wird geschätzt, dass demnächst die Lebensmittelversorgung von bis zu 7 Millionen Menschen – etwa der Hälfte der südsudanesischen Bevölkerung – unsicher sein könnte. Aufgrund der Unsicherheiten im Land können viele Menschen ihre Felder nicht bestellen, gleichzeitig haben ausbleibende Regenfälle aber auch Dürre 2017 zu schweren Ernteausfällen geführt.

Keine Landwirtschaft, extreme Inflation

Grundnahrungsmittel müssen aus den Nachbarstaaten Kenia und Uganda importiert werden. Die Preise für die Lebensmittel sind aufgrund der hohen Treibstoffpreise, unsicheren Transportwege und hohen Inflation ums 3-5fache gestiegen.

Die Kinder leiden besonders

Unter den Hungerleidenden sind besonders viele Kinder: 250.000 Kinder sind unternährt und über eine Million Kinder sind von Mangelernährung betroffen.

  • Reis, Linsen, Bohnen und Gemüse ermöglichen Babys und Kleinkindern eine gesunde Entwicklung.

    Reis, Linsen, Bohnen und Gemüse ermöglichen Babys und Kleinkindern eine gesunde Entwicklung.

  • Babys und Kleinkinder erhalten 3x wöchentlich nahrhafte Mahlzeiten im Ernährungszentrum am südlichen Stadtrand der Hauptstadt Juba.

    Babys und Kleinkinder erhalten 3x wöchentlich nahrhafte Mahlzeiten im Ernährungszentrum am südlichen Stadtrand der Hauptstadt Juba. © Caritas

  • Besonders vom Hunger betroffen sind Kinder wie hier in einem Flüchtlingscamp in Juba.

    Besonders vom Hunger betroffen sind Kinder wie hier in einem Flüchtlingscamp in Juba. © Caritas

  • Flüchtlingscamp im Südsudan.

    Flüchtlingscamp im Südsudan. © Caritas

  • Eine Kochstelle im Flüchtlingscamp.

    Eine Kochstelle im Flüchtlingscamp. © Caritas

  • Kinder in einem Flüchtlingscamp im Südsudan.

    Kinder in einem Flüchtlingscamp im Südsudan. © Caritas

  • Kleinkinder im Ernährungszentrum Lologo im Südsudan
  • Kinder in einem der Flüchtlingscamps im Südsudan
  • Kochstelle
  • Kinder in einem Flüchtlingscamp im Südsudan

Akuthilfe Caritas Steiermark

Aufgrund der derzeitigen Lage, leisten wir zusätzlich zu den langjährigen Projekte im Südsudan Nothilfe: In der Region Rumbek und im Flüchtlingscamp Mahad bei Juba verteilen wir Nahrungsmittelpakete. Ein Lebensmittelpaket bestehend aus Mais, Bohnen, Öl, Salz und Sorghum kostet 12€ und reicht um ein Menschen ein Monat lang zu ernähren.

Überlebenshilfe für Kleinkinder und Flüchtlingsfamilien

Die steirische Caritas hilft mit Projekten im Südsudan und unterstützt die Menschen vor Ort. In Ernährungszentren in Juba erhalten derzeit 600 Kleinkinder 3 Mal wöchentlich mit nahrhaften Mahlzeiten aus Linsen, Reis, Bohnen und Gemüse, um der Mangelernährung entgegenzuwirken. Um den Hunger langfristig zu besiegen, verteilen wir Saatgut und bieten landwirtschaftliche Kurse für Kleinbauern.Trotz der aktuellen Unruhen, können unsere Projekte fortgeführt werden, da die Sicherheitslage in der Hauptstadt Juba relativ stabil ist.

Unsere Projekte im Südsudan

Landwirtschaft in Wulu

Traditionelle Wege verlassen: Wie Jäger und Sammler im Südsudan zu Bauern werden und damit zur Unabhängigkeit gelangen

Weiter

Nahrung für Babys und Kleinkinder - Südsudan

Reis, Linsen, Bohnen und Gemüse ermöglichen Babys und Kleinkindern eine gesunde Entwicklung.

Weiter

Landwirtschaftstraining für Frauen - Südsudan

In diesem Projekt werden Frauen darin geschult, ihre kleine Landwirtschaft ökologisch und effizienter zu führen sowie die produzierten Überschüsse gewinnbringend zu vermarkten, um damit ihre Familien langfristig ernähren und ihren Kindern eine Schulbildung ermöglichen zu können.

Weiter

Grundschule im Südsudan

Knapp 70 Prozent der Erwachsenen im Südsudan können weder lesen noch schreiben. Auch die Zahl der Kinder, die eine Grundschule besuchen ist mit 42 Prozent sehr gering. Da Bildung und Ausbildung für den jüngsten Staat der Erde zwei der wichtigsten Bausteine für eine gesunde Zukunft sind, betreiben wir den Bau, Ausbau und Erhalt einer Grundschule in Lologo.

Weiter

Mit einem Handwerk zur Selbständigkeit - Südsudan

Ausgebildete junge Menschen können nicht nur ihre Familien ernähren, sie leisten auch einen wichtigen Beitrag für den Aufbau des gesamten Südsudans.

Weiter