Ein Kind auf einem Feld im Südsudan

Hungersnot im Südsudan

Der Südsudan ist eines der ärmsten Länder der Welt. Viele der rund 13 Millionen Einwohner des afrikanischen Staates sind aufgrund von Dürren und bewaffneten Konflikten von akutem Hunger und Armut betroffen. Die Caritas Steiermark unterstützt vor Ort mehrere Projekte, um die Not der Menschen zu lindern.

Jede(r) Dritte auf der Flucht

Nach fünf Jahren im Bürgerkrieg sind über 4,6 Millionen SüdsudanesInnen (jede(r) dritte EinwohnerIn) auf der Flucht. Sie haben ihre Häuser, ihre Felder und ihr Vieh zurückgelassen. Knapp 2,5 Millionen Flüchtlinge leben in den Nachbarstaaten, knapp 2 Millionen Menschen leben als Binnenvertriebene in Flüchtlingslagern im Südsudan (Quelle: OCHA, Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten, 2018) .

Hunger – ein Wettlauf gegen die Zeit

Durch den Krieg ist die Nahrungsmittelproduktion zusammengebrochen, nach offiziellen Angaben sind geschätzte 7 Millionen Menschen im Südsudan – die Hälfte aller EinwohnerInnen – auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Aufgrund der Unsicherheiten im Land konnten viele Menschen ihre Felder nicht bestellen und auch der Klimawandel und seine Folgen wie etwa veränderte Regenzeiten, führen zu Ernteausfällen.

Keine Landwirtschaft, teure Lebensmittelpreise

Grundnahrungsmittel müssen aus den Nachbarstaaten Kenia und Uganda importiert werden. Die Preise für die Lebensmittel sind aufgrund der Treibstoffpreise, der unsicheren Transportwege und der hohen Inflation sehr hoch.

Die Kinder leiden besonders

860.000 Kinder sind von schwerer Unterernährung bedroht. Die physischen und psychischen Auswirkungen davon sind bei Kindern enorm, beinträchtigen die Entwicklung und machen sie anfälliger für Infektionskrankheiten.

Akuthilfe der Caritas Steiermark

Aufgrund der derzeitigen Lage, leisten wir zusätzlich zu den langjährigen Projekte im Südsudan Nothilfe: Im Flüchtlingscamp Mahad bei Juba verteilen wir Nahrungsmittelpakete. Ein Lebensmittelpaket besteht aus Mais, Bohnen, Öl, Salz.

Überlebenshilfe für Kleinkinder und Flüchtlingsfamilien

Die steirische Caritas hilft mit Projekten im Südsudan und unterstützt die Menschen vor Ort. In Ernährungszentren in Juba erhalten derzeit 600 Kleinkinder 3 Mal wöchentlich mit nahrhaften Mahlzeiten aus Linsen, Reis, Bohnen und Gemüse, um der Mangelernährung entgegenzuwirken. Um den Hunger langfristig zu besiegen, verteilen wir Saatgut und bieten landwirtschaftliche Kurse für Kleinbauern.

Unsere Projekte im Südsudan

Landwirtschaft in Wulu

Traditionelle Wege verlassen: Wie Jäger und Sammler im Südsudan zu Bauern werden und damit zur Unabhängigkeit gelangen

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Nahrung für Babys und Kleinkinder - Südsudan

Reis, Linsen, Bohnen und Gemüse ermöglichen Babys und Kleinkindern eine gesunde Entwicklung.

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Landwirtschaftstraining für Frauen - Südsudan

Der Südsudan ist eines der ärmsten Länder der Welt, für viele Menschen im Land ist die Lage dramatisch. Rund sieben Millionen Menschen sind derzeit von extremem Hunger bedroht und auf humanitäre Hilfe angewiesen. Gemeinsam mit Partnern vor Ort schulen wir Frauen deshalb darin, ihre kleine Landwirtschaft ökologischer und effizienter zu führen.

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Grundschule im Südsudan

Knapp 70 Prozent der Erwachsenen im Südsudan können weder lesen noch schreiben. Auch die Zahl der Kinder, die eine Grundschule besuchen, ist mit 42 Prozent sehr gering. Da Bildung und Ausbildung für den jüngsten Staat der Erde zwei der wichtigsten Bausteine für eine gute Zukunft sind, betreiben wir den Bau, Ausbau und Erhalt einer Grundschule in Lologo.

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Mit einem Handwerk zur Selbständigkeit - Südsudan

Ausgebildete junge Menschen können nicht nur ihre Familien ernähren, sie leisten auch einen wichtigen Beitrag für den Aufbau des gesamten Südsudans.

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