Ein Kind auf einem Feld im Südsudan

Hungersnot im Südsudan

Der Südsudan ist eines der ärmsten Länder der Welt. Viele der rund 14 Millionen Einwohner des afrikanischen Staates sind aufgrund von Dürren und bewaffneten Konflikten von akutem Hunger und Armut betroffen. Die Caritas Steiermark unterstützt vor Ort mehrere Projekte, um die Not der Menschen zu lindern.

 

Über 4 Millionen Menschen auf der Flucht

Nach fünf Jahren im Bürgerkrieg sind über 4 Millionen SüdsudanesInnen auf der Flucht. Sie haben ihre Häuser, ihre Felder und ihr Vieh zurückgelassen. 2,2 Millionen Flüchtlinge leben in den Nachbarstaaten und rund 1,9 Millionen Menschen leben als Binnenvertriebene in Flüchtlingslagern im Südsudan.

Hunger – ein Wettlauf gegen die Zeit

Durch den Krieg ist die Nahrungsmittelproduktion zusammengebrochen, nach offiziellen Angaben sind geschätzte 5,2 Millionen Menschen im Südsudan auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Aufgrund der Unsicherheiten im Land konnten viele Menschen ihre Felder nicht bestellen und auch der Klimawandel und seine Folgen wie etwa veränderte Regenzeiten, führen zu Ernteausfällen.

Keine Landwirtschaft, teure Lebensmittelpreise

Grundnahrungsmittel müssen aus den Nachbarstaaten Kenia und Uganda importiert werden. Die Preise für die Lebensmittel sind aufgrund der Treibstoffpreise, der unsicheren Transportwege und der hohen Inflation sehr hoch.

Die Kinder leiden besonders

Mehr als 220.000 Kinder unter fünf Jahren sind schwer unternährt. Die physischen und psychischen Auswirkungen der Unterernährung sind bei Kindern enorm, beinträchtigen die Entwicklung und machen sie anfälliger für Infektionskrankheiten.

 

  • Reis, Linsen, Bohnen und Gemüse ermöglichen Babys und Kleinkindern eine gesunde Entwicklung.

    Reis, Linsen, Bohnen und Gemüse ermöglichen Babys und Kleinkindern eine gesunde Entwicklung.

  • Babys und Kleinkinder erhalten 3x wöchentlich nahrhafte Mahlzeiten im Ernährungszentrum am südlichen Stadtrand der Hauptstadt Juba.

    Babys und Kleinkinder erhalten 3x wöchentlich nahrhafte Mahlzeiten im Ernährungszentrum am südlichen Stadtrand der Hauptstadt Juba. © Caritas

  • Besonders vom Hunger betroffen sind Kinder wie hier in einem Flüchtlingscamp in Juba.

    Besonders vom Hunger betroffen sind Kinder wie hier in einem Flüchtlingscamp in Juba. © Caritas

  • Flüchtlingscamp im Südsudan.

    Flüchtlingscamp im Südsudan. © Caritas

  • Eine Kochstelle im Flüchtlingscamp.

    Eine Kochstelle im Flüchtlingscamp. © Caritas

  • Kinder in einem Flüchtlingscamp im Südsudan.

    Kinder in einem Flüchtlingscamp im Südsudan. © Caritas

  • Kleinkinder im Ernährungszentrum Lologo im Südsudan
  • Kinder in einem der Flüchtlingscamps im Südsudan
  • Kochstelle
  • Kinder in einem Flüchtlingscamp im Südsudan

Akuthilfe Caritas Steiermark

Aufgrund der derzeitigen Lage, leisten wir zusätzlich zu den langjährigen Projekte im Südsudan Nothilfe: In der Region Rumbek und im Flüchtlingscamp Mahad bei Juba verteilen wir Nahrungsmittelpakete. Ein Lebensmittelpaket bestehend aus Mais, Bohnen, Öl, Salz und Sorghum kostet 12€ und reicht um ein Menschen ein Monat lang zu ernähren.

Überlebenshilfe für Kleinkinder und Flüchtlingsfamilien

Die steirische Caritas hilft mit Projekten im Südsudan und unterstützt die Menschen vor Ort. In Ernährungszentren in Juba erhalten derzeit 600 Kleinkinder 3 Mal wöchentlich mit nahrhaften Mahlzeiten aus Linsen, Reis, Bohnen und Gemüse, um der Mangelernährung entgegenzuwirken. Um den Hunger langfristig zu besiegen, verteilen wir Saatgut und bieten landwirtschaftliche Kurse für Kleinbauern.Trotz der aktuellen Unruhen, können unsere Projekte fortgeführt werden, da die Sicherheitslage in der Hauptstadt Juba relativ stabil ist.

Unsere Projekte im Südsudan

Landwirtschaft in Wulu

Traditionelle Wege verlassen: Wie Jäger und Sammler im Südsudan zu Bauern werden und damit zur Unabhängigkeit gelangen

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Nahrung für Babys und Kleinkinder - Südsudan

Reis, Linsen, Bohnen und Gemüse ermöglichen Babys und Kleinkindern eine gesunde Entwicklung.

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Landwirtschaftstraining für Frauen - Südsudan

In diesem Projekt werden Frauen darin geschult, ihre kleine Landwirtschaft ökologisch und effizienter zu führen sowie die produzierten Überschüsse gewinnbringend zu vermarkten, um damit ihre Familien langfristig ernähren und ihren Kindern eine Schulbildung ermöglichen zu können.

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Grundschule im Südsudan

Knapp 70 Prozent der Erwachsenen im Südsudan können weder lesen noch schreiben. Auch die Zahl der Kinder, die eine Grundschule besuchen ist mit 42 Prozent sehr gering. Da Bildung und Ausbildung für den jüngsten Staat der Erde zwei der wichtigsten Bausteine für eine gesunde Zukunft sind, betreiben wir den Bau, Ausbau und Erhalt einer Grundschule in Lologo.

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Mit einem Handwerk zur Selbständigkeit - Südsudan

Ausgebildete junge Menschen können nicht nur ihre Familien ernähren, sie leisten auch einen wichtigen Beitrag für den Aufbau des gesamten Südsudans.

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