Erinnern/Vergessen: 3. Station der Wanderausstellung zum Gedenkjahr 2018


Wann: 05.11.18 / 12:00 - 08.11.18 / 10:00

Wo: Caritas HLW für Sozialmanagement, Grabenstraße 41

Organisator: Caritas Akademie und Krankenhaus der Elisabethinen

Im Gedenkjahr 2018 widmen sich die Caritas Akademie und das Krankenhaus der Elisabethinen Graz im Rahmen einer Wanderausstellung und mehrerer Veranstaltungen dem Spannungsfeld zwischen der Erinnerungskultur der Gesellschaft und dem individuellen Vergessen. Vom 5. bis zum 8. November macht die Ausstellung in der Caritas HLW für Sozialmanagement in der Grabenstraße 41 in Graz halt.

Die Caritas Akademie, die Bildungseinrichtung für Erwachsene der Caritas Steiermark, und die Elisabethinen Graz widmen sich anlässlich des Gedenkjahres 2018 gemeinsam dem Spannungsfeld zwischen dem Erinnern und dem Vergessen: Auf der einen Seite steht dabei der gesellschaftspolitische Auftrag des Erinnerns an die Gräueltaten des Nationalsozialismus. Auf der anderen Seite stehen die erinnernden Personen, die mittlerweile oft mit der Alterskrankheit "Demenz" zu kämpfen haben und bei denen ein Erinnern immer mehr dem Vergessen weicht. Im Rahmen einer Wanderausstellung, mit Exponaten der Plattform erinnern.at, werden Bilder, Zitate und QR-Codes mit Links zu Videointerviews, sowie Geschichten von ZeitzeugInnen dargestellt. 

„Kollektive Erinnerung wichtiger denn je“

Eröffnet wurde die Ausstellung am 24. Oktober 2018 um 18 Uhr im Paulinum der Caritas Steiermark in der Grabenstraße 39 in Graz. Gerald Lamprecht, Leiter des Centrum für Jüdische Studien der Universität Graz, wies in seinen Eröffnungsworten auf die Bedeutung des kollektiven Erinnerns hin und erläuterte, warum es aus seiner Sicht aufgrund aktueller Ereignisse gerade jetzt wichtiger denn je ist.

Abschluss: 2. Bildungstalk mit Helga Rohra

Die letzte Station der Wanderausstellung ist gleichzeitig Schauplatz des zweiten Bildungstalks der Caritas Akademie am 29. November um 18 Uhr im Krankenhaus der Elisabethinen Graz, diesmal zum Thema "Vergessen". Dort präsentiert Helga Rohra, die selbst von Demenz betroffen ist, ihr zweites Buch "Aus dem Schatten treten". Rohra erzählt darin von ihrem ihr Leben und ihren Ängsten ­– sie schildert aber auch, wie sie dank ihrer eigenen Ressourcen trotz des fortschreitenden Vergessens, ein lebenswertes Leben führen kann. Mit einer anschließenden Podiumsdiskussion mit ExpertInnen aus dem Pflegebereich soll der Mehrwert von Biographiearbeit für Betroffene von Demenz – wie auch für die gesamte Gesellschaft – dargestellt werden, um dem Vergessen in individueller und gesellschaftlicher Hinsicht Einhalt zu bieten.

Stationen der Wanderausstellung:

  • Eröffnung: 24. Okt. 2018, 18 Uhr, Paulinum, Caritas Steiermark, Grabenstraße 39, 8010 Graz
  • 24. Okt. - 31. Okt. 2018: Paulinum, Caritas Steiermark, Grabenstraße 39, 8010 Graz
  • 31. Okt. -  5. Nov. 2018: Megaphon-Café, Augarten & paul(at)paradise, Zinzendorfgasse
  •  5. Nov. - 8. Nov. 2018: Caritas HLW für Sozialmanagement, Grabenstraße 41
  • 8. Nov. - 16. Nov. 2018: Krankenhaus der Elisabethinen, Elisabethinergasse 14, Graz
  • Abschluss und Bildungstalk mit Helga Rohra: 29. Nov. 2018, 18 Uhr, Krankenhaus der Elisabethinen, Elisabethinergasse 14, Graz

⇒ Mehr zur Caritas Akademie für Erwachsenenbildung auf https://www.caritasakademie.at/erwachsenenbildung/