Beratungssituation

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Afrika: Corona und Heuschrecken verstärken den Hunger – Kampf gegen drei Katastrophen

29.07.20 / 07:52

Hunger, noch verstärkt durch Corona und eine Heuschreckenplage: Bei der Pressekonferenz der Caritas Steiermark zur weltweiten Hungersituation am Dienstag in Graz rief die Caritas Steiermark zu Spenden für ihre Projekte in Burundi und Südsudan auf, deren BewohnerInnen besonders unter der Corona-Pandemie zu leiden haben. 

Foto: Ernest Theussl, Vorsitzender der Katholischen Männerbewegung, Georg Gnigler, Caritas Auslandshilfe, und Caritasdirektor Herbert Beiglböck machen auf Hunger und Not der Menschen in Burundi und Südsudan aufmerksam.

„Wie privilegiert wir sind, sehen wir gerade in dieser weltweiten Krise“, hielt Caritasdirektor Herbert Beiglböck fest: „Das Virus verbreitet sich überall, aber wir haben ganz andere Möglichkeiten, es einzudämmen und mit den Folgen zurechtzukommen“. Das beginne beim einfachen Händewaschen und reiche bis zu politischen Instrumenten, um wirtschaftliche Notsituationen abzufedern. „Ich wünsche mir, dass aus dem Bewusstsein dieses Privilegs Dankbarkeit erwächst, die sich in Spenden ausdrückt“, betonte Beiglböck.

Zukunft ungewiss

Georg Gnigler, Länderreferent der Caritas Steiermark Auslandshilfe, schilderte die aktuelle Situation in Burundi und im Südsudan, wo die Caritas mit lokalen Partner Projekte betreibt: Menschen, die als Tagelöhner arbeiten, verlieren wegen der Ausgangsbeschränkungen ihr Einkommen. Schulen sind seit Monaten geschlossen, die Zukunft ungewiss. Mädchen werden früh verheiratet, um Familien zu entlasten.

Hilfe unter erschwerten Bedingungen

Die Situation werde zusätzlich durch eine Heuschreckenplage verstärkt. „Aber unsere Partner in den Projektländern tun alles, um die Menschen vor Ort zu unterstützen und die Aktivitäten aufrecht zu erhalten“, hielt Gnigler fest. So werden etwa trotz der Ausgangsbeschränkungen in Babyfeeding-Zentren Mahlzeiten für besonders bedürftige Kinder ausgegeben und Familien mit Lebensmittelpaketen versorgt.

Katholische Männerbewegung unterstützt

Ernest Theussl, Vorsitzender der Katholischen Männerbewegung, die traditionell die Hungerkampagne der Caritas begleitet, betonte: „Gerade wenn wir uns anschauen, wie wir durch die Situation gekommen sind, kann uns das demütig machen. Deshalb unterstützen wir gerne die Projekte der Caritas, die vor Ort Hilfe leistet.“

Aktion Glockenläuten ruft zu Engagement auf

Brigitte Kroutil-Krenn, Leiterin der Auslandshilfe, verwies auf die Aktion Glockenläuten von Caritas und Österreichischer Bischofskonferenz: „Am Freitag um 15 Uhr werden in ganz Österreich in den Pfarren die Glocken fünf Minuten lang läuten. Damit wollen wir zum Engagement gegen den Hunger aufrufen.“ Bischof Wilhelm Krautwaschl erklärt zu dieser Aktion von Caritas und österreichischer Bischofskonferenz: „Jeder Glockenschlag zählt dreifach, denn zum Hunger in Afrika kommen die Corona-Pandemie und eine Heuschreckenplage. Darauf wollen wir als Kirche aufmerksam machen. Gleichzeitig rufen die Glocken zum Engagement gegen den Hunger in der Welt und für das Gebet für die betroffenen Menschen auf.“

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