Beratungssituation

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Caritas startet Schwerpunkt zur Hilfe für Menschen in Not in der Steiermark

15.11.17 / 14:21

Foto: Caritas

Jeder 7. Mensch in Österreich ist von Armut und Ausgrenzung betroffen, gerade im Winter werden Probleme wie Wohnungslosigkeit und Armut besonders deutlich spürbar. In einem Pressegespräch zum Start der Caritas-Inlandskampagne für Menschen in Not in der Steiermark im Grazer Haus FranzisCa am Donnerstag, dem 16. November 2017, zeigte die Caritas Möglichkeiten der Hilfe und der Unterstützung, sowie Spendenmöglichkeiten auf. Denn: Gemeinsam können wir Menschen in Not in der Steiermark helfen. Wir > Ich

Caritasdirektor Herbert Beiglböck plädierte dafür, Dankbarkeit für die priviligierte Situation zu zeigen, in der sich Österreich befindet. Angesichts der Tatsache, dass trotzdem jeder 7. Mensch in unserem Land von Armut betroffen ist, forderte er aber auch, Verantwortung wahrzunehmen und "alles zu tun, Menschen, die trotzdem benachteiligt sind oder an den Rand der Gesellschaft gedrängt sind, zu helfen und sie zu unterstützen, Teilhabe an diesem guten Leben zu haben".

Sozialstaat zukunftsfit machen

In Richtung der nächsten Regierung äußerte Beiglböck den Wunsch, die Errungenschaften des österreichischen Sozialstaates als Garant für den sozialen Frieden im Land nicht in Frage zu stellen: „Wir haben eines der besten Sozialsysteme der Welt, und es geht jetzt darum, dieses politische Instrument zukunftsfit zu machen“, so der steirische Caritasdirektor, der davor warnte, in unserer Gesellschaft Benachteiligte gegeneinander auszuspielen: „Da beginnt etwas zu glimmen, dass sich relativ schnell zu einem Brandherd entwickeln kann. Wir sind der Brandmelder sozialer Gefährdung, nicht die Feuerwehr des Sozialsystems.“

„Der Wille, die Situation zu meistern“

Carmen Brugger, Leiterin des „Haus FranzisCa – Notschlafstelle und Wohngemeinschaft für Frauen“, gab im Anschluss einen Einblick in die tägliche Arbeit mit von Armut betroffenen Frauen und deren Kindern. „Die Hauptgründe, weshalb die Frauen das Haus FranzisCa aufsuchen, sind finanzielle Probleme, ein fehlendes soziales Netz, schwierige familiäre Situationen, oft in Verbindung mit Gewalt. Viele Frauen haben psychische Belastungen, auch Suchterfahrungen spielen eine Rolle in diesen komplexen, ausweglos scheinenden Situationen“, so Brugger, die sich trotz dieser Probleme von den Bewohnerinnen des Haus FranzisCa beeindruckt zeigte: „Sie sind stark, und sie haben trotz dieser schmerzhaften und niederschmetternden Erlebnisse den Willen, ihre Situation zu meistern. Die Frauen, die Kinder haben, setzen alles daran, dass die Kinder die Schule besuchen und nicht aus dem System fallen, dass sie einen Abschluss machen und eine Ausbildung abschließen. Ihr Mut und ihre Willensstärke machen auch die Kinder stark.“

Weitere Informationen

Fotos und die Pressemappe finden Sie weeiter unten zum Download. Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie auf www.caritas.at/spenden-helfen/armut-in-oesterreich/

 

Foto 1 (v. l.): Caritasdirektor Herbert Beiglböck und Carmen Brugger, Leiterin des Haus FranzisCa, bei der Präsentation der Caritas-Inlandskampagne.

Foto 2: Sujetbild der aktuellen Caritas-Inlandskampagne für Menschen in Not in der Steiermark.