Beratungssituation

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Hungersnot in Afrika: Hilfe bei 100.000 Menschen angekommen!

08.11.17 / 11:40

Drei Kinder essen aus einer Schüssel.

Foto: Caritas

Vielen Dank für die großartige Hilfsbereitschaft der Spenderinnen und Spender! Bis Ende Oktober 2017 konnte die Caritas im Rahmen der Hungernothilfe über 100.000 Menschen in Ostafrika im Kampf gegen den Hunger unterstützen.

In diesem Jahr macht eine der schwersten Hungerkrisen seit Jahren, ausgelöst durch Dürre aber auch bewaffnete Konflikte, wie etwa in Somalia und Südsudan, den Menschen in Ostafrika schwer zu schaffen. Diese Ereignisse hatten schwerwiegenden Folgen für die dort lebenden Menschen. Speziell die Länder Äthiopien, Kenia, Südsudan, Somalia und Uganda sind schwer betroffen. Die Caritas hat schnell auf diese Krise reagiert und Hilfsmaßnahmen zur Versorgung der Menschen gesetzt. Die großartige Hilfsbereitschaft der Spenderinnen und Spender macht für die Menschen vor Ort einen entscheidenden Unterschied.

Ihre Hilfe kommt an - ein Überblick

Nahrungsmittel für 30.000 Menschen im Südsudan

Südsudan, der jüngste Staat der Welt, befindet sich mittlerweile seit 4 Jahren in einem erbittert geführten Bürgerkrieg, der zum Zusammenbruch der Nahrungsmittelproduktion und zu einer der größten aktuellen Flüchtlingskrisen führte. Insgesamt befinden sich um die 4 Millionen Menschen auf der Flucht – 2 Millionen wurden innerhalb des Landes vertrieben und weitere 2 Millionen suchten in den Nachbarstaten Zuflucht. 6 Millionen Menschen sind hier aktuell von der Hungerkrise betroffen. Die Caritas unterstützt Kleinbauern dabei ihre Produktion zu steigern, nachhaltig zu gestalten und somit ihre Lebensgrundlage langfristig sichern zu können. Aufgrund des Konfliktes unterstützt die Caritas zudem intern vertriebene Personen in Juba, Rumbek und Rimenze. In der Nothilfe konnten hier bis jetzt um die 30.000 Menschen mit Nahrungsmitteln versorgt werden. Zudem wird auch in der Nothilfe längerfristig gedacht. So werden beispielsweise in einem Flüchtlingscamp in Gumbo die Vertriebenen dabei unterstützt, Nahrung selber zu produzieren, um somit unabhängiger von Hilfslieferungen zu werden. Zudem erhalten Kindern von Binnenflüchtlingen in der Schule Mahlzeiten. So wird ihnen zusätzlich die Teilnahme am Schulunterricht ermöglicht.

Nachhaltige Hilfe in Äthiopien

In Äthiopien hat die anhaltende Dürre dazu geführt, dass 5,6 Mio. Menschen humanitäre Hilfe benötigen. Trotz einsetzendem Regen hat die Lage für die Menschen bisher nicht wirklich entspannt. Die Caritas konnte mit ihrer Hilfe bereits 7.200 Menschen in der aktuellen Krise unterstützen. In Borana, im Süden Äthiopiens, bekommen Menschen für die Aufbereitung von Weidelandflächen und Land zur landwirtschaftlichen Nutzung Tagegelder bezahlt. Diese zusätzlichen Einnahmequellen verwenden die Familien zur Anschaffung notwendiger Lebensmittel und das Land wird gleichzeitig für den kommenden Regen so aufbereitet, dass eine schnelle Bewirtschaftung möglich wird. Zudem werden Kinder in Schulen mit Essen versorgt und schwangere Frauen und Kleinkinder erhalten notwendige Spezialnahrung, um für sie eine ausgewogene, nahrhafte Diät zu gewährleisten und somit nachhaltigen Schäden vorzubeugen.

Nahrung und Wasser für 65.000 Menschen in Kenia

In Kenia, wo mittlerweile 3,6 Mio. Menschen an Hunger leiden, ist die Caritas mit ihren Hilfeleistungen in Marsabit im Norden des Landes tätig. Marsabit ist eine der am schwersten betroffenen Regionen im Land. In der von Nomaden bewohnten Region ist die Caritas schon seit Beginn des Jahres tätig und konnte bisher insgesamt 65.000 Menschen mit Nahrungsmitteln, Nahrungsmittelgutscheinen und Wasser versorgen. Hier wird auch ein nachhaltiger Ansatz verfolgt. So ist derzeit die Bohrung eines Brunnens in Planung, der die Menschen langfristig mit sauberem Wasser versorgen wird. Eine Verbesserung des Wassermanagements in der Stadt Turbi wird die lokale Wasserversorgung auch über die Krise hinaus sicherstellen.

Unterstützung für Flüchtlinge in Uganda

In Uganda konzentriert sich die Nothilfe auf die südsudanesischen Flüchtlingscamps. Mittlerweile halten sich dort schon über 1 Mio. Flüchtlinge auf, die vor der eskalierenden Gewalt in der Heimat über die Grenze geflohen sind. Hier unterstützte die Caritas bisher 7.000 betroffene Menschen mit Nahrungsmitteln und Medikamenten. Im „Bidi Bidi Camp“, welches zum zweitgrößten Flüchtlingscamp Afrikas gewachsen ist, erhalten Menschen Saatgut, Werkzeug und Trainings, um den eigenständigen Anbau von Nahrung, auf von der Regierung zur Verfügung gestellten Flächen zu ermöglichen. Auch werden Hygienemaßnahmen gefördert, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern.

15 laufende Projekte

Derzeit laufen noch 15 Nothilfeprojekte, weitere sind in Planung. Denn auch wenn es in naher Zukunft vermehrt regnen sollte, wird es noch einige Zeit und Anstrengung brauchen, bis sich die Region von dieser Krise erholen wird.

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