Beratungssituation

Beratungssituation

Haussammlung 2017: SammlerInnen bringen die Caritas ins Haus

10.02.17 / 12:49

Rudolf Rappel, Pfarrer in Knittelfeld, Haussammlerin Angela Kamper und Caritasdirektor Herbert Beiglböck im Rahmen der Haussammlungspressekonferenz in der Pfarre Gösting.

Foto: caritas

Bereits seit 1. Februar und noch bis Ostern sind rund 4.000 Haussammler in der ganzen Steiermark unterwegs, um Spenden für Menschen in Not im Inland zu sammeln. Zum Auftakt präsentierten Caritasdirektor Herbert Beiglböck, Sammlerin Angela Kamper und Pfarrer Rudolf Rappel die wichtigsten Informationen zur Haussammlung 2017 vor der Presse.

„Die Haussammlung hat zwei Dimensionen“, betonte Caritasdirektor Beiglböck vor der versammelten Presse in der Pfarre Gösting in Graz. „Zum einen bringt sie Geld, das die Caritas natürlich braucht, um Bedürftige unterstützen zu können. Zum anderen sind die HaussammlerInnen ein lebendiges Bindeglied in einer Gesellschaft, in der das Verständnis für jene, die an die Wand gedrückt werden geringer wird.“

Unterstützung vor Ort

Angela Kamper, Mitglied des Caritas-Kuratoriums und selbst seit 32 Jahren Haussammlerin, beschrieb die Arbeit in der Pfarre aus jahrelanger Erfahrung: „Beim Sammeln nehme ich manchmal auch Not wahr, bevor die Menschen zu uns kommen“. Dann bietet die Pfarre ihre Hilfe an. „In Gösting ist es uns in manchen Fällen gelungen, Delogierungen abzuwenden. Wir geben Unterstützung, damit Kinder an Schulprojekten teilnehmen können. Wir konnten auch schon dazu beitragen, dass Alleinerzieherinnen eine Ausbildung abschließen konnten“, schilderte Kamper, die auch Mitglied des Caritas-Kuratoriums ist. „Wesentlich ist, dass wir langfristige Begleitung anbieten und dabei das gesamte Netz der Caritas nutzen, damit die Menschen ihr Leben wieder selbst in den Griff bekommen.“

Mut > Angst

Der TV-Spot zur Haussammlung

"Mut heißt nicht, keine Angst zu haben. Mut heißt, seine Angst zu überwinden!"

Menschen zur Seite stehen

Pfarrer Rudolf Rappel berichtete aus seiner Erfahrung im Murtal. Die soziale Not sei groß, häufig seien persönliche Krisen wie Scheidungen der Auslöser. Daher sei er froh über die Beratungsstelle zur Existenzsicherung der Caritas: „Wir können Menschen zur Seite stehen, die dringend Hilfe brauchen. Wir prüfen aber auch genau und helfen nicht mit Bargeld“, erklärte Rappel. „In schwierigeren Situationen versucht die Pfarrcaritas, mit Hilfe engagierter Gruppen eine weitere Hilfestellung zu ermöglichen.“

Hilfe die ankommt, wo sie gebraucht wird

Im vergangenen Jahr wurden bei der Haussammlung rund 800.000 Euro an die steirische Caritas gespendet. Von den Spenden verbleiben zehn Prozent in den Pfarren. Auch über die Beratungsstelle zur Existenzsicherung fließen Spendengelder wieder zurück in die Pfarren. Weiter werden aus der Sammlung Einrichtungen der Caritas-Nothilfe mit finanziert, zum Beispiel die Notschlafstellen, das Marienstüberl oder die Marienambulanz.

Weitere Informationen zur Haussammlung finden Sie auf www.caritas-steiermark.at/haussammlung