Beratungssituation

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Caritas bietet Plätze für Freiwilliges Integrationsjahr

27.01.17 / 09:53

gelebte Integration

Foto: Caritas

Die Caritas Steiermark bietet anerkannten Flüchtlingen die Möglichkeit, ein Freiwilliges Integrationsjahr in der Organisation zu absolvieren. „Mit diesem Angebot wollen wir als Caritas einen weiteren Beitrag dazu leisten, dass Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, besser in Österreich Fuß fassen können“, erklärt Caritasdirektor Herbert Beiglböck. Das Freiwillige Integrationsjahr (FIJ) wurde vom Sozialministerium (BMASK) eingeführt, um anerkannten Flüchtlingen und subsidiär Schutzberechtigten die Integration in Österreich zu erleichtern. Die Caritas wird im Laufe des kommenden Jahres bis zu 30 Plätze in verschiedenen Bereichen anbieten.

„Wir wollen anerkannten Flüchtlingen die Möglichkeit geben, ihre Fähigkeiten in unserer Gesellschaft einzubringen, besser am beruflichen Alltag der ÖsterreicherInnen teilzuhaben und aktiv ihr Leben zu gestalten“, erklärt Direktor Beiglböck: „Gute Integration ist eine nachhaltige Investition in die Zukunft, die wir dringend brauchen.“ Die Caritas möchte dabei besonders jene Menschen unterstützen, die Schwierigkeiten haben, auf dem österreichischen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, um für sie Chancengleichheit zu erreichen.

Ein begleitendes Bildungsprogramm wird dazu beitragen, die Deutschkenntnisse der TeilnehmerInnen zu vertiefen und zu erweitern, soziale und interkulturelle Kompetenzen zu stärken, österreichische Kultur- und Werteordnungen zu vermitteln und nicht zuletzt eine berufliche Orientierung hin zu sozialen oder pflegerischen Tätigkeiten zu fördern. Ziel ist es, den Menschen Perspektiven am österreichischen Arbeitsmarkt zu eröffnen.

 

Warum bietet die Caritas diese Plätze an?

Die Caritas Steiermark setzt das Freiwillige Integrationsjahr um, weil die betroffenen Menschen schwer Zugang zum regulären Arbeitsmarkt haben, sich erst auf die Rahmenbedingungen vorbereiten müssen und ein Direkteinstieg in ein Regelarbeitsverhältnis oft noch nicht möglich ist. Die Menschen können ihre allgemeinen und berufsbezogenen Sprachkenntnisse verbessern und von der Vermittlung von österreichischen Werten sowie einer Erweiterung ihrer sozialen und interkulturellen Kompetenzen profitieren. Die freiwillige Arbeit begünstigt die Integration der Menschen in die österreichische Gesellschaft.

Aus Sicht der Caritas ist dieses Angebot eine gute Ergänzung zum neunmonatigen Zivildienst und bietet, da ein Zeitrahmen zwischen sechs und zwölf Monaten vereinbart werden kann, größere Flexibilität. Die Caritas stellt sicher, dass die Tätigkeiten ausschließlich zusätzliche Aufgabenbereiche abdecken und weder vorhandene Arbeitsplätze abgebaut oder nicht nachbesetzt werden, noch Arbeitsplätze nicht neu geschaffen werden. Die Freiwilligen werden auch nicht aus Gründen der Kosteneinsparung eingesetzt.

Die Caritas trägt Sorge dafür, einen möglichen Einstieg in den regulären Arbeitsmarkt nicht zu verhindern, sondern vielmehr zu begünstigen: Erweckt die Bewerbung den Eindruck, dass der Interessent oder die Interessentin bereits eine gute Chance auf einen regulären Arbeitsplatz hat, wird eine direkte Arbeitsaufnahme forciert. Erhält ein Teilnehmer oder eine Teilnehmerin ein Jobangebot, dann wird ein sofortiger Wechsel ermöglicht. Die Caritas begleitet die TeilnehmerInnen in der Einrichtung entsprechend ihren Qualitätsstandards für Freiwillige.

 

Wie geschieht die Vermittlung?

Die Servicestelle Freiwilliges Engagement übernimmt für das Freiwillige Integrationsjahr die generelle Administration und Koordination, die Organisation und Umsetzung des Bildungsprogrammes, die Begleitung der TeilnehmerInnen sowie die aktive Suche und Erstprüfung von BewerberInnen für das Integrationsjahr.

 

Kontaktperson für Bewerbungen: Johanna Westermaier, mobil: 0676- 88015 8314, johanna.westermaier(at)caritas-steiermark.at

Rückfragenhinweis: Bernhard Sundl, mobil: 0676 – 88015 237,
b.sundl(at)caritas-steiermark.at