Beratungssituation

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Wochenrückblick: Fakten zur Flucht

22.01.16 / 13:33

Foto: Caritas/Krenker

Die Caritas Steiermark fasst in diesem Überblick das aktuelle Geschehen zum Thema Flucht aus Sicht der Organisation zusammen und informiert über ihre Tätigkeit mit den Flüchtlingen vor Ort.

 

Die Zahlen der Woche

1700 Flüchtlinge täglich erreichten bisher im Jänner nach UNHCR-Angaben Griechenland - trotz der schlechten Wetterbedingungen und der gefährlichen Überfahrt.

Jeder vierte Flüchtling ist ein Kind; viele davon sind ohne Eltern unterwegs.

 

Momentaufnahmen aus den Einsatzorten

In Spielfeld haben Polizei und Bundesheer das neue Grenzmanagement im Probebetrieb aufgenommen. Jeweils 500 Flüchtlinge wurden seit Mittwoch durch die neue Anlage mit Kontrolle und Registrierung geschleust. In einigen Fällen wurden Flüchtlinge nach Slowenien zurückgewiesen.

 

Aktuelle Information

Die Balkanländer reagieren mit einer weiteren Einschränkung des Flüchtlingstransits auf die Ankündigung Österreichs einer Flüchtlings-Obergrenze. Mazedonien, Serbien und Kroatien lassen nur noch Migranten passieren, die als Ziel Deutschland oder Österreich angeben. In der griechischen Stadt Idmonei an der Grenze zu Mazedonien protestieren immer wieder Flüchtlinge, die von Mazedonien zurückgewiesen werden. Schon seit Mitte November lassen die Balkanländer nur mehr Menschen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan über die Grenze. Rund 90 Prozent der Flüchtlinge kommen aus diesen Ländern.

Der internationale Währungsfonds IWF  sieht einer neuen Studie zufolge ein größeres Wirtschaftswachstum durch Flüchtlinge in den Aufnahmeländern. In den Hauptzielländern Deutschland, Österreich und Schweden könnte sich dieser Effekt mit einer Zunahme des Wirtschaftswachstums um 0,5 bis 1,1 Prozent niederschlagen. Um dieses Wachstum mittel- und langfristig zu halten, müssten die Flüchtlinge gut in die Aufnahmegesellschaften integriert werden, hält der IWF fest.

Dazu sei es nötig, den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern, Sprachkurse und Jobtrainings anzubieten. Die Experten schlagen auch Subventionen von  Arbeitgebern vor, die Flüchtlinge einstellen. Eine erfolgreiche Integration wiege die Kosten der Flüchtlingskrise bei Weitem auf, betont der IWF in der Analyse.

 

Die Tätigkeit der Caritas    

Die Caritas stellt weiterhin DolmetscherInnen bereit, die den Ankommenden Information über die Abläufe in Spielfeld und das weitere Procedere geben. Sie sind jedoch nicht in den Prozess der Registrierung eingebunden. Auch die Sachspendenausgabe wird beibehalten.

Das Transitquartier Webling ist derzeit weiterhin auf „Standby“.