Beratungssituation

Beratungssituation

Neuer Caritasdirektor ab 2016: Herbert Beiglböck

28.10.15 / 11:21

Herbert Beiglböck

Foto: Foto Neuhold

Der derzeitige Wirtschaftsdirektor der Diözese folgt dem im Herbst 2016 scheidenden Caritasdirektor Franz Küberl nach. 

 

Caritasdirektor Franz Küberl hat den Bischof der Diözese Graz-Seckau gebeten, die Nachfolge in seinem Amt, er geht mit Oktober 2016 in Ruhestand, noch im Lauf des Herbstes 2015 bekanntzugeben. Bischof Wilhelm Krautwaschl hat daraufhin in den vergangenen Wochen mehrere Gespräche geführt und im bisherigen Wirtschaftsdirektor Herbert Beiglböck einen geeigneten Kandidaten für diese Aufgabe seines Vertrauens gefunden. Bischof Wilhelm Krautwaschl begründet: „Herbert Beiglböck hat sich in den letzten 12 Jahren große Verdienste in der Administration der Diözese Graz-Seckau erworben. In der Caritas unserer katholischen Kirche Steiermark wird er als Theologe und Kenner wirtschaftlicher Belange sicher dazu beitragen können, sie weiterhin als die sichtbare Hand christlicher Nächstenliebe in der Steiermark deutlich zu machen.“ Der genaue Zeitplan der Übergabe wird in den kommenden Wochen gemeinsam entwickelt. Es ist nicht das erste Mal, dass Beiglböck Küberl in einer kirchlichen Funktion folgt, wie Caritasdirektor Franz Küberl weiß: „Ich bin froh darüber, dass der Diözesanbischof eine sehr starke Persönlichkeit für meinen Nachfolger als Caritasdirektor bestellt hat. Ich kenne Herbert Beiglböck als Menschen mit großem sozialem Verantwortungsbewußtsein, dem die Bekämpfung von Armut, Not und Elend persönlich ein Anliegen ist. Er wird der Diözesancaritas gut vorangehen und stark daran mitwirken, dass die kirchliche Hilfsorganisation Caritas ihrer katholischen Kirche hilft, ihren Auftrag der Barmherzigkeit und Nächstenliebe zu erfüllen.“

 

Herbert Beiglböck freut sich auf seine neue Aufgabe und sagt in einer ersten Reaktion: „Ich bedanke mich für das ausgesprochene Vertrauen und das Zutrauen dieser großen Herausforderung. In den letzten Jahrzehnten hat die Caritas der Diözese Graz-Seckau auf soziale Entwicklungen mit zeitgemäßen Antworten reagiert. Es wird darum gehen in diesem Sinne auf zukünftige Herausforderungen Antworten zu finden und einen Beitrag zu leisten, um den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken.“

 

Die Frage der Nachfolge von Wirtschaftsdirektor Herbert Beiglböck wird in den kommenden Wochen den einschlägigen Vorgaben entsprechend besprochen, beraten und entschieden werden.

 

Neuer Bischofsvikar

Bischof Wilhelm Krautwaschl wird im Herbst 2016 gleichzeitig einen Bischofsvikar für Caritas und neue missionarische Aufgabenstellungen bestellen. Damit soll die Bedeutung dieser Grundausrichtung kirchlichen Lebens in unserer Gesellschaft deutlich werden. Die Wahl ist dabei auf den Pfarrer von Graz-St. Andrä, Hermann Glettler, gefallen. „Hermann Glettler vereint viele Qualitäten in sich, die ihn für die Aufgabe, Brücke zwischen Diözese und Caritas der Kirche zu sein, geradezu prädestinieren. Der Pfarrer von St. Andrä bringt Menschen unterschiedlichster Kulturen und religiöse Bekenntnisse zusammen und lebt das Miteinander aus einer tiefen christlichen Spiritualität“, sagt Bischof Wilhelm Krautwaschl. Hermann Glettler wird seine Tätigkeit als Pfarrer im Pfarrverband St. Andrä und Karlau mit 1.9.2016 beenden und neben der Sorge um die Caritas auch mit weiteren Aufgaben in der Diözese betraut werden. Diese werden in den kommenden Monaten gemeinsam mit ihm überlegt. Hermann Glettler freut sich auf diese Aufgabe und auf die Zusammenarbeit mit den rund 1.800 MitarbeiterInnen der Caritas der Diözese Graz-Seckau: „Das Wissen um diese vielen engagierten Menschen ermutigt mich. Ich hoffe, einen Beitrag leisten zu können, dass die Kirche auch in Zukunft in der Vielfalt caritativer Aufgaben ein authentisches Gesicht zeigt, ein Gesicht gelebter Solidarität und Verantwortung für die Benachteiligten in unserem Land. Das Evangelium, die befreiende Botschaft von Jesus, soll nicht zuletzt durch eine lebendige Caritas möglichst viele Menschen erreichen.“

 

 

Lebenslauf Mag. Herbert Beiglböck, MBA

Geboren 1960 in Hartberg, studierte Herbert Beiglböck nach der Matura Theologie in Graz. Nach Abschluss des Studiums wechselte Beiglböck als Generalsekretär der Katholischen Jugend Österreich nach Wien. 1989 kam er als Jugendstellenleiter, heute „Junge Kirche“, wieder zurück nach Graz und trat erstmals in den Dienst der Diözese Graz-Seckau. Ab 1993 fungierte Beiglböck als Generalsekretär der Katholischen Aktion Steiermark. 1997 bei der zweiten Europäischen Ökumenischen Versammlung war er als Lokalsekretär tätig und wurde zum stellvertretenden Leiter des Pastoralamtes bestellt. 2001 wechselte Beiglböck zur Kleinen Zeitung und wurde deren Marketingleiter. Bischof Egon Kapellari bestellte ihn 2004 zum Wirtschaftsdirektor der Diözese. In dieser Funktion war er auch Mitglied in verschiedenen diözesanen Gremien, wie dem Diözesanrat, dem Wirtschaftsrat Mensalgut, dem Kuratorium Caritas, dem Afro-Asiatischen Institut und dem Welthaus. Derzeit ist Beiglböck auch Vorsitzender der Finanzkammerdirektorenkonferenz Österreichs. Er ist verheiratet mit Mag. Lore Beiglböck, hat drei Kinder und zwei Enkelkinder.

 

Daten Caritas

In der Caritas der Diözese arbeiten derzeit 1.654 Männer und Frauen. Dazu kommen noch 182 Lehrerinnen in den Schulen und Ausbildungszentren der Caritas sowie über 1.000 Freiwillige. Das Spendenaufkommen beträgt insgesamt 6,8 Millionen Euro (ohne Sachspenden) laut dem letztjährigen Jahresbericht.  

 

 

Hermann Glettler

Lebenslauf MMag. Hermann Glettler

Hermann Glettler wurde 1965 in Übelbach geboren, nach dem Gymnasium in Graz, Bildnerische Erziehung bei Luis Sammer, studierte er von 1983 bis 1991 Theologie und Kunstgeschichte in Graz und Tübingen. 1991 wurde er zum Priester geweiht. Seit 1999 ist er Pfarrer in den Grazer Pfarren St. Andrä und Karlau, mit den Filialkirchen St. Lukas und Welsche Kirche. Schwerpunkt ist eine sozial engagierte und integrative Seelsorge. Hermann Glettler ist auch als Kunstsachverständiger für die Diözese tätig, ist seit 1988 in der Kunstvermittlung und als Kurator tätig wie auch als eigenständiger Künstler. Er besuchte die Kunstakademie in Stuttgart, Klasse Malerei bei Rudolf Schoofs. Derzeit sind Werke von ihm bei der Ausstellung reliqte reloaded im Kulturzentrum bei den Minoriten zu sehen.