Hermann Glettler zum zweiten Fastensonntag

Der Bischofsvikar für Caritas teilt seine Gedanken zur Fastenzeit.

Ausgangspunkt

Unser Leben ist meist ein Auf und Ab, es gibt die phantastischen Highlights – und dann auch wieder die mühsamen Durchhänger. Manchmal ist alles klar – sehr viel Licht, dann geht´s wieder durch dunkle Passagen, viel Bodennebel!

Botschaft

Die Sehnsucht nach Licht, nach einem Durchbruch, nach Erfolg, nach Klarheit, nach Inspiration, nach Überblick, nach Begegnung, die total erfüllend ist, … wahrscheinlich auch nach Gott - trägt jeder in sich. Wir wissen trotzdem, dass vieles von dem nur Träumerei ist und dass viele Menschen in ihrem Leben kaum einmal „ans Licht kommen“.

Sonntagsevangelium

 

Wenn Sie heute die Möglichkeit haben, das Sonntagsevangelium zu hören, können sie den Weg beobachten, den Jesus seinen Jüngern zu-mutet. Er nimmt drei von ihnen mit auf einen Berg. Vor ihren Augen wird er verwandelt in ein Licht, das alles bisher Erlebte in den Schatten stellt. Gott bestätigt Jesus als seinen geliebten Sohn. Die Jünger können nicht erfassen, was sie gesehen haben. Wichtig ist, dass Jesus sie ganz behutsam wieder in die Niederung ihres Alltags hinabführt.

Praxistipp

Achten sie auf ihre Sehnsucht nach Klarheit, nach Begegnung! Gönnen sie sich eine Auszeit – vielleicht ein Spaziergang auf einen Berg hinauf – von oben hat man den besseren Überblick. Auch auf die eigenen Zeiteinteilung sollte man mal von oben draufschauen. Einiges muss raus! Klarheit üben, Prioritäten setzen. Gott geht mit ihnen. Er schenkt Licht. Vielleicht können sie in diesen Tagen auch jemanden einen lichtvollen Moment schenken.