"Rollende" nachgehende medizinische Betreuung
"Rollende" nachgehende medizinische Betreuung
Krankheiten sollen in ihrer Entstehung erkannt und frühzeitig behandelt, Gesundheitsbewusstsein gefördert werden. Vertrauen kann mit Gesprächen und Kontinuität aufgebaut werden. Die zielgruppenorientierte Versorgungskette über die niederschwellige Marienambulanz zu zielgruppenorientierten FachärztInnen ermöglicht eine bedarfsgerechte Einweisung in das öffentliche Gesundheitswesen. Die Zielgruppen der "rollenden Ordination" wurden in der Prävention und Gesundheitsförderung lange vernachlässigt. Deshalb ist in Relation zu dem finanziellen Aufwand der "rollenden Ordination" der erzielte Präventionsgewinn sicher enorm. Ein bewusster Umgang mit Drogen und ihren Begleit-und Folgeerkrankungen hat auch gesundheitspolitische Bedeutung
Gesundheitsbildung, Gesundheitsberatung, Gesundheitsförderungen von Hochrisikogruppen da:
- Angst um die Gesundheit
- Wunsch nach Aufklärung von Auswirkungen bei Alkohol- und Drogenabhängigkeit
- Bildung eines Gesundheitsbewusstseins
Volksgesundheitliche Bedeutung weil:
- Frühzeitiges Erkennen von Befindlichkeitsstörungen (Atemwegsinfekte, Hautinfektionen, Brandverletzungen)
- Vermeidung von stationären Einweisungen durch frühzeitige Behandlung
- Verhinderung von Chronifizierung
- Durchbrechung von Infektionsketten
Zielgruppen:
- ÖsterreicherInnen, die es trotz Versorgungsbedarf nicht schaffen, die Marienambulanz bzw. niedergelassene ÄrztInnen aufzusuchen (Drogenabhängige, Alkoholkranke, Wohnungslose...)
- AusländerInnen, die entweder wohnungslos sind und/oder sich im Gesundheitssystem nicht zurechtfinden (z.B. aufgrund von Sprachbarrieren, Geldmangel, kultureller Barrieren)
- AusländerInnen die in Notunterkünften leben
Einzugs- bzw. Versorgungsbereich:
- Vinzinest
- Ressidorf
- Wohnhaus der Punks
- Wohnhaus Team ON - Rankengasse 24
- Plätze in Graz (Hauptbahnhof, Stadtpark, Augarten, Volksgarten, Jakominiplatz, Hauptplatz)
- individuelle, spontane Besuche (z.B. Abbruchhäuser, Freilager)
KooperationspartnerInnen:
- Niedergelassene ÄrztInnen und FachärztInnen
- Krankenhäuser, Labors
- Drogenpräventions- und Beratungsstellen
- Einrichtungen innerhalb der Caritas wie Jugendstreetwork, Schlupfhaus, Streetwork im Drogenbereich )
- Stadt Graz (Sozialamt, Gesundheitsamt)
- Drogenkoordinationsstellen der Stadt Graz und des Landes Steiermark
- Vinzenzgemeinschaften und Pfarren
- Caritas Louisebus, Wien

