Katastrophenhilfe am Beispiel 3 Jahre Tsunamihilfe
Drei Jahre Tsunami-Hilfe
Nachdem am 26. Dezember 2004 die Länder in Südostasien durch eine hohe Flutwelle (Tsunami) stark getroffen wurden, gingen schreckliche Meldungen rund um die Welt. Die Grundrisspläne der Dörfer und Städte wurden ausradiert, viele Menschen haben einen Teil ihrer Familie und ihrer Freunde, ihr Lebenseinkommen und ihr zu Hause verloren. Die Caritas hilft den Tsunami-Opfern, in Indonesien, Indien, Sri Lanka und Thailand mit insgesamt 21,5 Millionen Euro: Nachbar in Not (NiN), öffentliche Geldgeber und Spenden. Drei Jahre danach konzentriert sich die Hilfe nun auf die Schaffung von einkommenssichernden Projekten, wie Kleinhandel und Schneider-Werkstätten. Darüber hinaus wird langfristig gegen den Hunger in Indonesien und für das Wohl der Kinder in Indien gekämpft.
Von den gespendeten 21,5 Mio. € sind Hilfsprojekte in der Höhe 19 Mio. € verplant bzw. 16 Mio. € abgeschlossen. Bereits abgeschlossen sind 2 Monate Nothilfe für 300.000 Flutopfer, die Errichtung von 6.000 Notunterkünften, der Wiederaufbau von rund 2.500 Häusern, die Reparatur von 400 Häusern, die Errichtung von 5 Waisenhäusern, Mutter-Kind Häusern und Altenheimen, der Wiederaufbau und die Unterstützung von 3 Rehabilitationszentren und Kliniken sowie der Wiederaufbau von 8 großen Schulen. Im Laufen sind die Schaffung von Einkommen sichernden Projekten, ein langfristiger Hungerprogrammschwerpunkt in Indonesien und ein langfristiger Behinderten- und Kinderschwerpunkt in Indien.
Die betroffenen Menschen waren vor dem Tsunami in der Fischerei, der Landwirtschaft oder Viehzucht tätig. Viele von ihnen wurden durch die Folgen des Tsunami arbeitslos, viele arbeiten seither als Handlanger. Ihr zerstörtes Haus selber wieder aufzubauen wäre für diese Menschen unmöglich gewesen. Durch Spenden aus der Steiermark war es möglich, dass viele Familien wieder ein zu Hause bekommen haben.
Insgesamt wurden Spenden in der Höhe von 1.015.294,10 € gesammelt. Davon hat die Caritas Graz-Seckau in Indien "Hoffnungspakete" für 1.000 Schulkinder, die vom Tsunami betroffen waren, mit Schulheften, Büchern, Schuluniformen, Lernmaterial ausgestattet. In Sri Lanka wurde eine Kindertagestätte und ein Wohnheim der Don Bosco Salesianer unterstützt. Mit Spenden aus der Steiermark war es möglich, dass viele Familien wieder ein Haus bekommen haben. In Sri Lanka, in der Diözese Trincomalee-Batticaloa wurden mit Mitteln aus der Steiermark 250 Häuser wiederaufgebaut.
