Sudan
Nach der Unabhängigkeit des Südsudans: neue Zeiten brechen an
9. Juli 2011: im vormals größten Land Afrikas - dem Sudan - brechen neue Zeiten an. Der Südsudan ist nunmehr ein unabhängiger Staat mit rund 9 Millionen, meist christlich oder naturreligiösen EinwohnerInnen und einer Fläche von 620.000 km2. Der Norden verbleibt mit seinen 1,8 Millionen km2 das drittgrößte Land des afrikanischen Kontinents, rund 38 Millionen Menschen, meist arabischer Herkunft und muslimischen Glaubens, bietet er Heimat.
Trotz vorrangig politischer Klärung zeigt ein jahrzehntelanger Bürgerkrieg, der rund zwei Millionen Menschenleben forderte, auch weiterhin seine Auswirkungen: viele Flüchtlinge aus dem Westen (Darfur) und auch weiterhin aus dem Südsudan leben weiterhin rund um die sudanesische Hauptstadt Khartoum, auch wenn die freiwillige Rückkehr von SüdsudanesInnen in großer Zahl eingesetzt hat. Die Auseinandersetzungen der Vorjahre (Islamisierungsbestrebungen im Norden, Wasserknappheit, Erdölressourcen vor allem im Süden, zerstörte Infrastrukturen im Westen und Norden bzw. kaum vorhandene Infrastruktur im Süden, Missmanagement, etc.) beeinflussen die Lebensumstände der Menschen jeden Tag. Binnenflüchtlinge, auch Flüchtlinge ins Ausland, hohe Arbeitslosigkeit prägen das Straßenbild, jedoch auch eine - vor allem im Süden spürbare - Motivation, am Aufbau eines neuen, funktionierenden Staates mitzuwirken.
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