Burundi
Die Folgen des Krieges
Burundi ist ein kleiner Staat in Ostafrika und mit 9,8 Mio. Einwohnern sehr dicht besiedelt. Rund 62% der Burundier sind Katholiken, 5% Protestanten, 10% Muslime und 23% Anhänger afrikanischer Religionen. 46% der Bevölkerung sind jünger als 15 Jahre, das Durchschnittsalter beträgt 16,7 Jahre. Die geschätzte Geburtenrate lag im Jahr 2010 bei 6,25 Kindern pro Frau. 85% der Burundier zählen sich zu den Hutus, 14% sind Tutsis und 1% Twa (Pygmäen). Wie im benachbarten Ruanda herrschte auch in Burundi über 30 Jahre lang ein blutiger Bürgerkrieg, seit dem letzten Aufflammen 1993 sind schätzungsweise 250.000 Menschen ums Leben gekommen. In den schlimmsten Krisenzeiten waren zirka 1,3 Mio. Menschen intern vertrieben oder ins Ausland geflohen. 2006 wurde endgültig das offizielle Friedensabkommen unterzeichnet. Die Wirtschaft des Landes ist zerstört, 90% der Burundier leben in absoluter Armut und von Subsistenzlandwirtschaft, d.h. einer mühsamen, händischen Bebauung der Felder mit Erträgen, die gerade für die eigene Ernährung reichen. Gründe für den Hunger sind Kriegsfolgen, Übernutzung der Böden, hohe Bevölkerungsdichte und der damit verbundene Landmangel. Letzterer wird durch die Rückkehr von Flüchtlingen und Binnenflüchtlingen noch verschärft. Die Rückkehrer stehen vor dem nichts, müssen ihre Häuser, die Infrastruktur etc. wieder aufbauen.
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