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Ägypten

Armut im Tourismusland

Ägypten hat ca. 72 Mio. Einwohner und ist mit ca. einem Drittel der Bevölkerung unter 15 Jahren ein sehr "junges" Land. Die Amtssprache in Ägypten ist Arabisch. In Ägypten ist der Islam Staatsreligion. Ca. 90% der Ägypter sind Sunniten und ca. 10% Christen. Die Mehrheit der ägyptischen Christen sind Kopten, daneben gibt es orthodoxe Christen, römisch-katholische Christen und evangelische Christen. Theoretisch gewährt die Verfassung allen Bürgern Religionsfreiheit, jedoch ist diese in der Praxis oft drastisch eingeschränkt.

Vielen fallen zu Ägypten vor allem Urlaubsziele wie Sharm El Sheikh oder Hurghada, Meer, Sonne und Strand ein oder die Pyramiden und die ägyptische Hochkultur. An Armut, Arbeitslosigkeit, schlechte Hygiene und geringe Bildungscancen speziell für Mädchen denken nur wenige. Nach wie vor sind ca. 50% der Ägypter Analfabeten. Einseitige Ernährung und mangelnde Hygiene sind Ursachen für Krankheiten.

Die Projekte in Ägypten werden von der Caritas Graz-Seckau im Auftrag des Hilfswerks durchgeführt.

Ezbeth al Nakhl

In Ezbeth al Nakhl hat Sr. Emmanuelle vor 40 Jahren ihre Arbeit begonnen. Hier leben ca. 75.000 Menschen vom Müllsammeln oder von einem Kleingewerbe.

In der Schule Mahaba werden 2190 Mädchen und Buben vom Kindergarten bis zum Ende der Pflichtschule ausgebildet. Im Zentrum Salam befinden sich ein integrativer Kindergarten, eine Abendschule für 450 Jugendlichen und weitere Alphabetisierungskurse für 60 Mädchen. Das Krankenhaus versorgt täglich bis zu 150 Patienten. Im Krankenaus ist auch die Tagestätte für Behinderte untergebracht.

Abu Sultan

Abu Sultan liegt am großen Bittersee, 2,5 Stunden von Mokkatam entfernt. Hier befinden sich Ferienhäuser für Kinder der Müllsammler von Mokkatam. In den Häusern können ca. 350 Menschen untergebracht werden. Dadurch können jeden Sommer ca. 28.000 Kinder am Bittersee Urlaub machen und unbeschwerte Tage genießen.

Bei ca. 45° Grad Außentemperatur bietet das kühle Nass Erfrischung. Beim gemeinsamen Planschen und Schwimmen, Spielen, Singen und Basteln können die Kinder wenigstens für ein paar Tage im Jahr den traurigen Alltag, der durch Hunger, Arbeit und leider häufig auch Gewalt geprägt ist vergessen. Am großen Bittersee fühlen sich die Kinder sicher und wohl, hier können sie wieder für einige Tage Kind sein.

 

Mokkatam

Mokkatam ist ein Stadtviertel im Osten von Kairo. In Mokkatam leben ca. 23.000 Menschen, 90% sind Kopten, die auch Zabbulin (Müllmenschen) genannt werden. Die Menschen leben davon, dass sie Mülll sammeln und nach wieder verwertbaren sortieren. Vor den Häusern sammeln sich Berge von Müll, die von fleißigen Frauen und Kinder jeden Alters sortiert werden. Sr. Emmanuelle konnte in Mokkatam mit ausländischer Hilfe hier eine Klinik, ein Haus für Frauen, eine Parkanlage, Jugendclub sowie ein Bildungszentrum errichten.

Im Bildugnszentrum befindet sich eine berufsbildende Schule. Für Jugendliche gibt es einen Freizeitclub, der ihnen die Möglichkeit bietet außerhalb der Schule etwas zu erleben und zu erlernen.  

Meadi Tora

Meadi Tora ist ein Müllsammlerviertel, in dem mit österreichischem Spendengeld ein Zentrum errichtet wurde. Es besteht aus einem Kindergarten, der 200 Kinder betreut. Ein Freizeitklub bietet Freizeit- und Erlebnismöglichkeiten abseits der Straße. Senioren werden in einer Tagesstätte betreut. In der Tagesklinik werden täglich rund 15 Patienten behandelt. Je nach Bedarf gibt es Zahn-, HNO-, Augen-, Haut-, Kinder- und praktische Ärzte. Für Mädchen und junge Frauen gibt es einen Näh- und Alphabetisierungskurs. Im Zentrum treffen sich Alt und Jung, Moslem und Christen, Menschen mit Behinderung und Gesunde und sie gehen miteinander respektvoll um.

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Caritas Steiermark Auslandshilfe

Raimundgasse 16 
8011 Graz

Tel. +43/316/8015-239
Fax. +43/316/812358

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Sr. Emmanuelle

Caritas Hilfswerk
für die Müllsammler in Kairo und die Flüchtlingskinder im Sudan

Hannelore Bayer
Berlinerring 5
8047 Graz

E-mail: hilfswerk.emmping@caritas-steiermarkpong.at