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Küberl: "Jetzt Maßnahmen für den Zivildienst überlegen, falls die Wehrpflicht fällt" - 30.08.12

Die Entscheidung über die Zukunft des Bundesheeres im Jänner 2013 braucht dringend Parallel-Überlegungen. Caritas-Präsident Franz Küberl erinnert daran, dass es attraktive Lösungen für eine Nachfolge des heutigen Zivildienstes brauche, sollte der Fall der Abschaffung der Wehrpflicht eintreten. Denn eine ersatzlose Streichung der Wehrpflicht und des damit verbundenen Zivildienstes würde nicht nur eine "massive Kerbe ins soziale System" schlagen, sondern sie wäre auch "eine Missachtung der sozialen Kapazitäten junger Menschen", betont der Caritas-Präsident. Der Zivildienst ist eine seit Jahrzehnten gut eingespielte gesellschaftliche Institution, eine echte soziale Errungenschaft. Küberl: "Der Zivildienst ist eine Übungswerkstatt für die Zivilcourage. Diese braucht jede Gesellschaft dringend." Wenn es nun zu einem guten Übergang kommen soll, dann brauche das viel Planung, Strategie und Strukturarbeit.

Bereits im September 2010  hatte der Caritaspräsident eine breit angelegte Diskussion angeregt und seine Vorschläge in brieflicher Form bei Bundeskanzler Faymann, dem damaligen Vizekanzler Pröll und der damaligen Innenministerin Fekter eingebracht. Küberl betonte in seinem Schreiben damals, dass es darum gehen müsse, die Gelder, die durch den Wegfall des Zivildienstes frei würden, "im Sinne der Grundidee eines tatkräftigen Einsatzes für hilfsbedürftige Menschen zu verwenden".

Anreize schaffen

Für Küberl habe sich der Zivildienst zu einer wesentlichen Grundlage der Zivilgesellschaft entwickelt: "Heute ist er unbestreitbar eine wichtige Säule im Sozial- und Gesundheitssystem. Sollte es zu einer Abschaffung der Wehrpflicht und damit auch des Zivildienstes kommen, dann müssten deshalb rasch tragfähige Ersatzlösungen und entsprechende Anreize geschaffen werden, da es um die Begleitung und Betreuung von tausenden Menschen in Not in unserem Land geht."

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